
Bis Ende 2006 sollen täglich 9.000 Pkw-Reifen gefertigt werden. Im ersten Halbjahr 2007 will Conti die Produktion auf 14.000 Einheiten pro Tag steigern. Im Juli beginnt die Fertigung von Nutzfahrzeugreifen mit geschätztem täglichen Ausstoß von 1.000 Pneus bis Ende 2006 und bis zu 1.700 Einheiten am Ende kommenden Jahres. Dann sollen in dem Werk rund 900 Mitarbeiter beschäftigt sein. Experten gehen davon aus, dass der Markt für Pkw-Reifen im NAFTA-Raum bis 2008 um 11% auf 382 Mio Stück wachsen wird.
Der Automobilzulieferer folgt mit dem neuen Werk der Strategie, "die Produktion an Standorten mit niedrigen Kosten weiter auszubauen". Vor wenigen Wochen erst hatte der Vorstand für das Werk Stöcken einen Kompromiss mit den Arbeitnehmern zur Beendigung der dortigen Pkw-Reifenproduktion Ende 2007 ausgehandelt. Im US-Werk Mayfield wurde die Pneufertigung bereits eingestellt, in Charlotte droht dies Mitte September.
Das Werk in Bahia leistet nach Angaben von Conti einen wichtigen Beitrag, um das nordamerikanische Reifengeschäft wieder in die schwarzen Zahlen zu bringen. Für die Rückkehr in die Gewinnzone hat der Konzern bislang jedoch keinen Zeitpunkt genannt. Im vierten Quartal verfehlte das Unternehmen dieses Ziel knapp. Im weltweiten Pkw-Reifengeschäft verzeichnete Conti 2005 bei einem weltweit um 3,9% auf 106,2 Mio Stück gestiegenen Absatz eine auf 15,1% (10,4%) verbesserte Umsatzrendite.
-Von Michael Brendel, Dow Jones Newswires, +49 (0)40 - 3574 3115,
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