
Die US-Anleger gingen am Montag insgesamt eher zaghaft zu Werke. Einerseits waren im Vorfeld wieder einmal mehrere Firmenübernahmen in Milliardenumfang gemeldet worden. So will sich die Großbank Wachovia den Kauf der Finanzierungsbank Golden West Financial 26 Milliarden Dollar kosten lassen. Im Metall-Minensektor hat Teck Cominco für den Konkurrenten Inco 16 Milliarden Dollar geboten. Der Laborbedarfanbieter Thermo Electron wird sich den Wettbewerber Fisher Scientific für 10,6 Milliarden Dollar einverleiben und nicht zuletzt hat Warren Buffetts Berkshire Hathaway für 4 Milliarden Dollar 80 Prozent der israelischen Iscar Metalworking erworben.
Auch von Seiten der zunächst deutlich gefallenden Ölnotierungen schien sich eine Entlastung abzuzeichnen. Dennoch hielten sich die Marktteilnehmer angesichts der Notenbanksitzung am kommenden Mittwoch relativ zurück. Die meisten Beobachter gehen davon aus, dass der Offenmarktausschuss den US-Leitzins um weitere 0,25 auf dann 5 Prozent anheben wird. Mit Spannung wird aber die darauf folgende Stellungnahme der Ausschussmitglieder erwartet, die möglicherweise auf das weitere Verhalten der FED in Juni schließen lassen wird.
Der Dow Jones Index konnte sich vor diesem Hintergrund um 0,06 Prozent auf 11.584 Punkte verbessern. Der breitere S&P 500 Index gab hingegen 0,08 Prozent auf 1324 Zähler ab, während der Nasdaq Composite um 0,1 Prozent auf 2344 Stellen anstieg.
Unter den Einzelwerten verloren Wachovia 6,68 Prozent auf 55,42 Dollar, während Golden West Financial um 6,23 Prozent auf 74,90 Dollar zulegen konnten. Berkshire Hathaway verbesserten sich angesichts des Zukaufs in Israel um 0,55 Prozent auf 89.200 Dollar. Intel stiegen um 3,08 Prozent auf 20,11 Dollar, nachdem zwei Analystenhäuser die Aktie aufgestuft hatten. Silicon Graphics brachen um 78,13 Prozent auf 7 Cents ein. Der Spezialist für digital animierte optische Spezialeffekte war in Gläubigerschutz nach Chapter 11 gegangen.
Der Euro verlor 0,1 Prozent auf 1,2713 Dollar. Der Juni-Rohölfuture fiel um 42 Cents auf 69,77 Dollar pro Barrel; Juni-Gold verbilligte sich um 4,40 auf 679,90 Dollar je Unze.