
Europaweit zum ersten Mal können Unternehmen, Hochschulen und Erfinder ungenutzte Patente bei einer Live-Auktion versteigern lassen. Nach amerikanischem Vorbild werden bei der Auktion Mitte Mai dieses Jahres in München europäische Patente, Lizenzen und Markenrechte aus unterschiedlichsten Technologiebereichen angeboten. Einige der Patenpakete könnten nach Angaben des Veranstalters IP Auctions einen Preis von mehr als einer Million Euro erzielen.
Eine solche Versteigerung mache den Handel von gewerblichen
Schutzrechten wirtschaftlicher und einfacher, sagte der
Chef-Organisator der IP Auctions, Manfred Petri. Bislang seien mehr
als 600 Patente zur Prüfung angemeldet. Zu den Anbietern gehöre auch
der Chemiekonzern Bayer
MEHR ALS 50 VERSTEIGERUNGSLOSE
Die Annahmefrist für die Versteigerung am 14. und 15. Mai läuft bis Ende Januar. Für die Auktion selbst werden den Angaben nach mehr als 50 Versteigerungslose unter anderem aus Elektronik, Pharma, Automobilbau und Nanotechnologie erwartet. Solche Patentfamilien umfassten zum Teil bis zu 30 Einzelschutzrechte. Das Mindestgebot je Los liege bei 25.000 Euro. Erwartet würden Bieter aus der ganzen Welt.
In den USA fand bereits im vergangenen Jahr eine erste Patent-Auktion mit internationaler Beteiligung statt. Für einzelne Patentfamilien wurde damals mehr als eine Million US-Dollar gezahlt./fd/he
AXC0035 2007-01-07/16:03