
In dem Bericht heißt es, dass KKR die Nicht-Kernaktivitäten, wie etwa die österreichische Kette Billa oder die Rewe-Touristik erwerben und verwerten wolle. Der Rewe-Großhandel, bei dem sich die 3.000 selbstständigen Rewe-Kaufleute eindecken, solle künftig von einem anderen Unternehmen betrieben werden. Dafür hat KKR dem Bericht zufolge einen Kaufpreis von mehreren Mrd EUR in Aussicht gestellt.
Laut Bericht hat die KarstadtQuelle AG der Rewe unterdessen angeboten, den Touristikbereich zu übernehmen um ihn in seine eigene Reisesparte Thomas Cook plc, zu integrieren. Auch diese Offerte soll der Vorstand dem Bericht zufolge verworfen haben. Zudem soll es weitere Interessenten für Rewe geben.
Ein Rewe-Sprecher sagte auf Nachfrage: "Es hat Kontakte zu Investoren gegeben, aber dabei ging es nicht um den Verkauf." Das Gegenteil sei der Fall, Rewe wolle expandieren und suche Übernahmeziele. Ein Sprecher von KarstadtQuelle lehnte einen Kommentar ab und sprach von "üblichen Marktspekulationen".
Der Lebensmitteleinzelhändler teilte seinerseits am Mittwoch mit, er habe im zurückliegenden ersten Quartal 4% mehr umgesetzt als im Vorjahresquartal. Auch das EBITA habe in diesem Zeitraum über Plan gelegen. Absolute Zahlen wurden aber nicht genannt. Die genossenschaftlich organisierte Lebensmittelhandelskette veröffentlicht üblicherweise keine Quartalszahlen und gibt auch keine Indikationen zum Geschäftsverlauf.
Rewe teilte darüber hinaus mit, dass ein revolvierender Konsortialkredit in Höhe von 2 Mrd EUR einen syndizierten Kredit in gleicher Höhe aus dem Jahre 2005 ersetzt hat und dem Handelsunternehmen verbesserte Konditionen biete.
Webseite: http://www.rewe-group.de/
-Von Archibald Preuschat, Dow Jones Newswires; +49 (0)211 - 138 72 18,
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