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KASSEL (dpa-AFX) - Der Düngemittel- und Salzhersteller K+S
Auch auf den Umsatz wirkt sich die Dollar-Schwäche negativ aus. Entsprechend stellte K+S für den Umsatz nun einen Anstieg auf 3,1 Milliarden bis 3,2 (bisher 3,1-3,3) Milliarden Euro nach 2,96 Milliarden Euro im Vorjahr in Aussicht. Das bereinigte Ergebnis nach Steuern dürfte zwischen 175 Millionen und 185 (185-195) Millionen Euro liegen. Dabei sei für das vierte Quartal ein durchschnittliches Auftausalzgeschäft unterstellt. Für das kommende Jahr zeigte sich der Konzern unterdessen optimistisch.
AUSSICHTEN FÜR 2008 'VIELVERSPRECHEND'
"Nachdem die internationalen Kalidüngemittelhersteller derzeit alle in der Nähe ihrer Kapazitätsgrenzen produzieren, führt die gestiegene Nachfrage zu Warenknappheit und damit zu weiteren Preisanstiegen bei Kalidüngemitteln", sagte K+S-Chef Norbert Steiner. Die Perspektiven für 2008 seien insgesamt "vielversprechend". Der Umsatz dürfte "spürbar zulegen". Getragen werde diese Erwartung vor allem von höher als bisher erwarteten Umsätzen bei Kali- und Magnesiumprodukten infolge deutlicher Preisanhebungen auf den Weltmärkten. Auch für das operative Ergebnis sei eine deutliche Steigerung zu erwarten. Grund seien die stark steigenden und die Kosten deutlich übertreffenden Durchschnittspreise. Außerdem sollte eine Normalisierung des Auftausalzgeschäfts im nächsten Jahr zu einem spürbaren Anstieg des operativen Ergebnisses in diesem Bereich führen.
Gestützt durch "besser als erwartet" ausgefallene Zahlen machten die Papiere ihre anfänglichen Kursverluste wett. Der gesenkte Ausblick hat einem Händler zufolge zunächst negativ überrascht. Die Titel legten bis zum Nachmittag gleichwohl um 2,91 Prozent auf 136,36 Euro zu. Der MDAX büßte zeitgleich 0,97 Prozent auf 9.893,28 Punkte ein. Merck Finck & Co zeigte sich von den Ergebnissen im dritten Quartal positiv überrascht. Auch die Perspektiven für das kommende Jahr seien wegen des anhaltend positiven Preistrends günstig. Aus Sicht von Sal. Oppenheim ist das dritte Quartal wie erwartet gut ausgefallen, nur die Salzsparte habe zu wünschen übrig gelassen.
DRITTES QUARTAL BESSER ALS ERWARTET
Im dritten Quartal legte der Umsatz den Angaben des Unternehmens zufolge um 8,5 Prozent auf 727,1 Millionen Euro zu. Das EBIT I kletterte im Berichtszeitraum um 53,6 Prozent auf 79,4 Millionen Euro. Unter dem Strich lag der Gewinn bereinigt bei 47,6 (31,5) Millionen Euro. Ohne Bereinigung ergab sich hingegen ein Verlust von 108,4 Millionen Euro. Damit übertraf der Konzern die Prognosen der Analysten deutlich. Diese hatten im Durchschnitt bei einem Umsatz von 714,4 Millionen Euro ein EBIT I von 65,7 Millionen Euro erwartet. Unter dem Strich waren die Experten von bereinigt 38,8 Millionen Euro ausgegangen. Hauptergebnistreiber war das Düngemittelgeschäft. Der deutlich schwächere Ergebnisbeitrag des Salzgeschäftes wegen des ungewöhnlich geringen Auftausalzabsatzes zu Beginn des Jahres sei deutlich überkompensiert worden./jha/he
ISIN DE0007162000
AXC0236 2007-11-13/16:38