
Der Kranhersteller Demag Cranes
Eine konkrete Prognose für das laufende Geschäftsjahr, das im September endet, traut sich Joos angesichts der unsicheren Lage aber immer noch nicht zu. "Wir möchten zunächst den Verlauf des zweiten Geschäfts-Quartals abwarten." Das vergangene Geschäftsjahr hatte Demag Cranes mit Rekordzahlen abgeschlossen, im ersten Quartal des laufenden Jahres hatte sich die Flaute aber bereits deutlich bei den Hafenkränen ausgewirkt, da die Hafenbetreiber wegen eines rückläufigen Containerumschlags ihre Investitionen drosseln.
KURZARBEIT
Nachdem die Zahl der Leiharbeiter bereits gesenkt worden war, müssen nun die festen Mitarbeiter kürzer treten: 1.200 der 3.000 Festangestellten in Deutschland sind in Kurzarbeit geschickt worden, im Wesentlichen in der Hafentechnologie. Das Servicegeschäft läuft dagegen unvermindert. Die installierten Kräne müssten im Interesse der Sicherheit, Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit nach wie vor gewartet werden müssen, begründete dies Joost. Weltweit hat der Konzern 6.100 Beschäftigte.
Das Aktionärstreffen in Düsseldorf ist das letzte von Joos. Er geht Ende des Monats, weil er und der Aufsichtsrat unterschiedliche Auffassungen zur Zukunft des Unternehmens haben. Am 1. Mai übernimmt dann Aloysius Rauen, bislang Chef der Eurofighter Jagdflugzeug GmbH, das Zepter. Finanzchef Rainer Beaujean stellte bereits einen Strategiewechsel in Aussicht und will die einzelnen, bislang weitgehend autark arbeitenden Sparten enger verzahnen. Sorge um das Unternehmen hat Joos aber keine: "Ich bin der Überzeugung, dass der Demag-Crane-Konzern gut aufgestellt ist, um die künftigen Herausforderungen zu meistern."/das/tw
ISIN DE000DCAG010
AXC0072 2009-03-03/10:54