
DJ Schweiz drängt in USA auf Beilegung des UBS-Steuerstreits
WASHINGTON (Dow Jones)--Der Schweizer Bundespräsident Hans-Rudolf Merz hat in den USA dafür geworben, Klagen der US-Behörden gegen die UBS AG zurückzuziehen. Dafür schlage die Schweiz ein neues Steuerabkommen zwischen beiden Ländern vor, sagte ein Vertreter des Landes am Sonntag.
Bundespräsident Merz sagte am Wochenende in Washington, US-Finanzminister Timothy Geithner habe Verständnis für die Position der Schweiz gezeigt und eine Prüfung der Angelegenheit zugesagt. Eine verbindliche Antwort auf die Vorschläge der Schweiz habe er allerdings nicht gegeben, sagte der Vertreter der Schweiz.
Die Züricher Bank UBS hatte sich zur Beilegung eines Steuerstreits mit US-Behörden bereits auf Zahlung von 780 Mio USD verpflichtet. In dem Streit ging es um den Vorwurf, das Institut habe vermögenden Kunden aus den USA dabei geholfen, Steuern zu hinterziehen und Konten zu verheimlichen. Die US-Behörden verfolgen aber weiterhin das Ziel, die UBS zur Herausgabe der Daten von mehr als 50.000 US-Kunden zu zwingen.
Am Dienstag beginnen die Gespräche der Schweiz mit den USA über ein neues Doppelbesteuerungsabkommen. Dadurch, dass die Schweiz nun bereit sei, Artikel 26 des Musterabkommens der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) vollumfänglich zu integrieren, sei ein neues Abkommen mit den USA gut möglich, sagte Merz. Die USA hätten dann besseren Zugriff auf Daten möglicher Steuersünder.
-Von Gabriele Parussini, Dow Jones Newswires, ++49 (0) 69 297 25 103, unternehmen.de@dowjones.com DJG/DJN/jhe/brb
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April 27, 2009 01:43 ET (05:43 GMT)
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