
Düsseldorf (BoerseGo.de) - Der Kranbauer Demag Cranes verbuchte im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2008/2009 einen drastischen Ergebniseinbruch und hat die Gewinnerwartungen der Analysten verfehlt. Kurzarbeit alleine könne den Nachfrageeinbruch nicht mehr auffangen, so das Unternehmen.
Wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte, sanken die Umsatzerlöse im zweiten Quartal um 4,8 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 281,6 Millionen Euro auf 268,2 Millionen Euro. Die Auftragseingänge sanken um 43,2 Prozent auf 200 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) verschlechterte sich von 34,1 Millionen Euro auf 19,4 Millionen Euro. Unter dem Strich wurden nur noch 8,1 Millionen Euro verdient, nach 19,5 Millionen Euro im Vorjahresquartal. Das entspricht einem Rückgang um 58,5 Prozent. Die Analysten hatten laut Nachrichtenagentur awp im Schnitt einen Umsatz von 267 Millionen Euro, ein EBIT von 22,1 Millionen Euro und ein Nettoergebnis von 13,8 Millionen Euro erwartet.
Das Unternehmen verzichtet weiterhin auf eine Prognose für das Gesamtjahr. Der weitere Verlauf und das Ausmaß der Krise seien derzeit nicht absehbar. Der deutliche Rückgang beim Auftragseingang in den Segmenten Industriekrane und Hafentechnologie im zweiten Quartal 2008/2009 mache Kapazitätsanpassungen notwendig, die nicht allein durch Kurzarbeit zu bewältigen seien, so das Unternehmen. Derzeit prüfe man weitergehende Maßnahmen, die zu Aufwendungen in mittlerer zweistelliger Millionenhöhe im laufenden Geschäftsjahr führen könnten.