
Die Stammaktien von Volkswagen
"Das ist wieder ein Short-Squeeze, nachdem jeder und sein Kind auf den Optionsverfall setzt - und ein Überangebot an Stammaktien aus Porsches Händen", sagte ein Börsianer. Viele Marktteilnehmer hätten wohl auf ein Szenario gesetzt, in dem die Spekulationsgeschäfte für Porsche zum Bumerang werden. Sollte Porsche die Aktien nicht kaufen, würden die Papiere wieder in den Markt zurück fließen und könnten damit einen Kursverfall auslösen, hatte Christian Breitsprecher, Analyst bei Sal.Oppenheim, Ende vergangener Woche in einem Presseinterview erklärt.
Einen Auslöser für die Meinungsänderung und Eindeckung leer verkaufter Positionen sahen Marktteilnehmer in Spekulationen, der Sportwagenbauer könne über neue Kreditlinien verhandeln, um seinen VW-Anteil doch noch weiter aufzustocken. Angesichts des geringen Streubesitzes treffe hohe Nachfrage auf wenig Angebot und treibe so den Kurs in die Höhe. Einige Börsianer fühlten sich gar bereits erinnert an die Kursbewegung Ende Oktober 2008, als die Autotitel innerhalb zweier Börsentage von 210 auf über 1.000 Euro angesprungen war.
Ein Händler mahnte jedoch zur Vorsicht: "Die Lage ist absolut undurchsichtig - wenn nicht einmal der Großaktionär durchblickt", sagte er in Anspielung auf jüngste Aussagen von Ferdinand Piech, der Transparenz bezüglich der Bilanzrisiken vermisst hatte.
Angeführt wurden zudem positive Impulse durch die Insolvenz von
General Motors (GM)
ISIN DE0007664005 DE0007664039 DE000PAH0038
AXC0061 2009-06-02/11:02