
Fielmann
Händlern zeigten sich kaum positiv inspiriert von den Zahlen. Allerdings zeige die Entwicklung, dass das Geschäftsmodell intakt sei und die Optikerkette im aktuell schwierigen Umfeld weiter Marktanteile gewinne. Fielmann fuhr im zweiten Quartal die Werbeausgaben zurück und dämpfte damit den Gewinnrückgang. Das Unternehmen verzichtete erneut auf eine konkrete Prognose, zeigte sich aber weiter zuversichtlich, seine Marktposition auszubauen.
Analyst Andreas Riemann von der Commerzbank sagte: "Die Zahlen für das zweite Quartal lagen etwas unter unseren Prognosen." Wegen etwas höher als erwarteter Marketingkosten reduzierte er seine Schätzungen für den Vorsteuergewinn in den Jahren 2009 und 2010 um 8 und 10 Prozent. Er nahm sein Kursziel von 53 auf 52 Euro zurück und bleibt bei seiner "Add"-Empfehlung.
UniCredit-Analyst Volker Bosse reagierte ebenfalls negativ und stufte die Aktie von "Buy" auf "Hold" ab. Umsatz und Gewinn von Fielmann hätten etwas unter seinen Prognosen gelegen, schrieb er. Die Abstufung begründete er allerdings vor allem mit der zuletzt guten Kursentwicklung, die das Papier in die Nähe seines Kursziels von 50,00 Euro getrieben habe. Entsprechend sehe er nur noch begrenztes Aufwärtspotenzial, zumal die Zahlen keine Prognoseerhöhungen zuließen.
Holger Schwesig, Analyst bei der DZ Bank, sah ebenfalls keine kurzfristig positiven Impulse für die Aktien durch die Zahlen. Er betonte aber: "Aufgrund der unbeschadeten langfristigen Perspektive sowie der Annahme, dass die Ergebnisentwicklung im zweiten Halbjahr besser verlaufen sollte, bestätigen wir unser Kaufurteil, ebenso wie den fairen Wert von 55 Euro."/fat/ck
ISIN DE0005772206
AXC0046 2009-07-09/09:53