
Düsseldorf (BoerseGo.de) - Der Kranbauer Demag Cranes ist im dritten Quartal (Ende: 30.06.2009) seines laufenden Geschäftsjahres 2008/2009 tief in die Verlustzone gerutscht. Das Ergebnis nach Steuern verschlechterte sich von plus 26,0 Millionen Euro im entsprechenden Vorjahresquartal auf minus 31,3 Millionen Euro im aktuellen Berichtszeitraum, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Die Analysten hatten hingegen nur mit einem Verlust im einstelligen Millionenbereich gerechnet.
Das operative Ergebnis (EBIT) brach um 86 Prozent von 38,7 Millionen Euro auf 5,3 Millionen Euro ein. Beim Umsatz wurde im dritten Geschäftsquartal ein Rückgang von 308,2 Millionen Euro im Vorjahresquartal auf 220,6 Millionen Euro verzeichnet, was einem Minus um 28,4 Prozent entspricht. Das schwache wirtschaftliche Umfeld und die stark rückläufige Investitionsneigung beeinflussten auch die Auftragslage erneut negativ. Der Auftragseingang brach um 49,8 Prozent auf 174,0 Millionen Euro ein.
Für das Gesamtjahr hat Demag Cranes nun erstmals eine Prognose abgegeben. Gegenüber dem Geschäftsjahr 2007/2008 rechnet das Unternehmen einem „deutlich sinkenden Auftragseingang, sinkenden Umsätzen und einem geringeren Ergebnis“. Der Konzernumsatz für das Geschäftsjahr 2008/2009 soll sich in einer Spanne zwischen 1,0 bis 1,1 Milliarden Euro bewegen, während das operative EBIT zwischen 55,0 und 65,0 Millionen Euro erwartet wird. Demag Cranes rechnet nicht mit einer kurzfristigen Verbesserung der wirtschaftlichen Situation. Um die Auswirkungen der deutlichen Absatz- und Umsatzrückgänge abzufedern, wurden Restrukturierungsmaßnahmen eingeleitet. Dadurch soll eine deutliche Absenkung der Break-Even-Punkte auf EBIT-Basis erreicht und der Konzern auch für den Fall einer länger andauernden Krise vorbereitet werden.