
Der von der Wirtschaftsflaute schwer in
Mitleidenschaft gezogene Kranbauer Demag Cranes
Dass die Nachfrage rasch wieder anzieht, glaubt Rauen weiterhin nicht: "Unsere Kunden machen uns keine Hoffnung auf eine kurzfristige Erholung. Deren Botschaft lautet: Stellt euch auf eher schwierige Jahre ein." Das gelte besonders für die Hafentechnik. Am ehesten erwartet der Konzernchef wieder Wachstum in Asien und will den Vertrieb dort entsprechend ausbauen. Zuletzt hatten sich die Bestellungen bei Demag Cranes halbiert, das Unternehmen schrieb rote Zahlen.
KONZERNTEILE ENGER VERZAHNEN
Demag Cranes begegnet der Flaute mit dem Abbau von 750 seiner ehedem 6.200 Stellen. Zudem sollen die beiden bislang weitgehend getrennt agierenden Konzernsparten enger verzahnt werden. "Bislang leisten sich die Konzerntöchter beispielsweise jeweils ihre eigene Vertriebs- und Serviceorganisation", sagte Rauen. Auch IT und Personalbereiche seien getrennt. "Die Zusammenführung paralleler Strukturen die einen Teil unseres Restrukturierungsprogramms ausmacht wird in den kommenden Monaten eine meiner wichtigsten Aufgaben sein."
Rauen hatte sein Amt am 1. April angetreten, nachdem Vorgänger Harald Joos im Zwist mit dem Aufsichtsrat gegangen war. So hatte er sich stets zurückhaltend beim Thema Zukäufe geäußert. Nachfolger Rauen geht hier einen anderen Weg. "Angesichts unserer soliden Bilanz ist es normal, dass wir auch über Zukäufe nachdenken", sagte er. "Aber die haben derzeit keine Top-Priorität. Zunächst wollen wir unsere Restrukturierung zu Ende bringen."/das/tw
ISIN DE000DCAG010
AXC0037 2009-08-17/09:15