Nach der Entmachtung von Thilo Sarrazin haben Politiker von CDU und SPD sowie der "Zentralrat der Ex-Muslime" die Entscheidung des Bundesbank-Vorstands kritisiert. Der finanzpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Otto Bernhardt, sagte in der "Bild"-Zeitung, dass die Entmachtung "nicht transparent und nicht nachvollziehbar" sei, "weil man ihm Bereiche weggenommen hat, die nichts mit seinen Aussagen zu tun haben." Der SPD-Bundestagsabgeordnete Peter Danckert hält den Schritt ebenfalls für unüberlegt: "Über seine Äußerungen lässt sich sicherlich diskutieren. Aber eine Entmachtung, wie sie jetzt die Bundesbank vorgenommen hat, ist nicht die richtige Sanktion." Mina Ahadi, Vorsitzende des "Zentralrats der Ex-Muslime", warnte in der "Leipziger Volkszeitung" vor Repressalien und Unfreiheit hinsichtlich der Meinungsäußerung. "Das ist das falsche Signal und hilft der Integration keineswegs", da Migranten so erleben würden, "wie jede noch so kleine Kritik an Problemen mit Minderheiten zum Tabuthema wird". Sarrazin hatte sich in einem Interview abfällig über türkische und arabische Migranten geäußert und ihnen den Willen zur Integration abgesprochen. Gestern hatte der Bundesbank-Vorstand darauf mit einer teilweisen Entmachtung reagiert. Der 64-Jährige wird künftig nur noch für Risikocontrolling und Informationstechnologie zuständig sein, nicht mehr für das Ressort Bargeld-Umlauf.
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