
Investoren aus Europa können voraussichtlich schon bald die Mehrheit an US-Fluglinien übernehmen. Das sieht die zweite Stufe eines gegenseitigen Wettbewerbs-Abkommens (Open Skies) vor, auf das sich die EU mit den USA am Donnerstag im Grundsatz in Brüssel geeinigt haben. "Das Abkommen markiert einen Durchbruch", sagte EU-Verkehrskommissar Siim Kallas. Bislang dürfen Europäer maximal 49,9 Prozent an US-Airlines erwerben. Damit wird eine seit langem erhobene Forderung der EU auf niedrigere Hürden für den Markteintritt in den USA erfüllt.
Die 27 EU-Mitgliedsstaaten müssen der Vereinbarung noch zustimmen, auch der US-Kongress muss noch grünes Licht geben. Das Abkommen sieht zudem eine verbesserte Zusammenarbeit bei Fragen des Umweltschutzes und in sozialen Fragen vor.
STREIT BIS ZULETZT
Bis zuletzt hatten die Unterhändler über den Marktzugang und die Investitionsmöglichkeiten für Europäer in den USA gestritten. Nach Angaben der EU-Kommission wird die Öffnung des Luftfahrtmarktes zwischen der EU und den USA einen wirtschaftlichen Nutzen von rund 12 Milliarden Euro bringen und bis zu 80.000 neue Jobs schaffen.
Bereits im März 2008 war der erste Teil des "Open-Skies"-Abkommen in Kraft getreten. Es erlaubt allen europäischen Fluglinien, auch von anderen EU-Staaten aus in die USA fliegen. Im Gegenzug dürfen die US- Gesellschaften alle europäischen Flughäfen ansteuern. Voraussetzung sind aber auch immer die entsprechenden Landerechte an den Flughäfen./mt/DP/stw
AXC0230 2010-03-25/18:41