
Der Kranbauer Demag Cranes
Im wichtigen Geschäft mit Hafenkränen erkennt der Konzern zum ersten Mal seit Ausbruch der Krise Anzeichen einer Stabilisierung bei der Auftragsvergabe. Der Ordereingang lag dann auch über dem Wert des Vorquartals- und dem des Vorjahres. Obwohl die Nachfrage für Hafenmobilkräne stieg, sei das Marktumfeld weiter schwankungsanfällig. Die Häfen seien weiter nicht ausgelastet. Damit verschieben sich Investitionen in den Ersatz von Kränen oder die Erweiterung. Operativ schrammte die Sparte mit einem Minus von 0,3 Millionen Euro knapp an der schwarzen Null vorbei. Im margenstarken Geschäft mit Wartung und Service kamen ebenfalls mehr Aufträge herein. Die Umsatzmarge lag bei 17,7 Prozent und brachte den Düsseldorfern operativ 12,9 Millionen Euro.
Bei Industriekränen hielten sich die Kunden weiter zurück. Die Auftragseingänge lagen hier ein Viertel unter dem Vorjahr. Jedoch war der Wert höher als noch im ersten Geschäftsquartal. Der Umsatz lag ebenfalls mehr als ein Viertel unter dem Vorjahreswert. Als Maschinenbauer gehört das Unternehmen zu denjenigen, die erst spät von einem Anziehen der Konjunktur profitieren. Zwischen Auftragseingang und Umsatz liegen zwischen sechs und zwölf Monate. Daher hatte der Konzern noch lange von hohen Auftragseingängen aus Boomzeiten profitiert. In der Sparte verdienten die Düsseldorfer noch 1 Million Euro.
Der Auftragseingang lag mit 215,7 Millionen Euro über dem Niveau des Vorjahres (200,4 Mio Euro). Der Umsatz sank um ein knappes Viertel auf 227,4 Millionen Euro. Operativ (EBIT) verdiente der Konzern mit 10,5 Millionen Euro 60,4 Prozent weniger als vor einem Jahr. Unter dem Strich standen 4,6 Millionen Euro. Die von dpa-AFX befragten Analysten hatten bei Auftragseingang und Umsatz mit niedrigeren Werten gerechnet, beim operativen Gewinn und Überschuss verfehlte Demag Cranes die Erwartungen der Experten jedoch etwas./stb/fn/tw
ISIN DE000DCAG010
AXC0045 2010-05-05/08:35