
DJ Glaxo unterliegt vor deutschem Patentgericht im Streit um Viani
LONDON (Dow Jones)--Der britische Pharmakonzern GlaxoSmithKline hat in dem Patentstreit um eines seiner wichtigsten Umsatzträger eine Niederlage erlitten. Das Münchener Patentgericht habe entschieden, dass die Kombination der Wirkstoffe Salmeterol und Fluticason in dem Mittel nach deutschem Recht keinen Patentschutz habe, teilte die Londoner GlaxoSmithKline plc am Donnerstag mit. Das Gericht habe den Klägern, den Generikaherstellern Mylan dura GmbH, Hexal AG, Neolab Ltd und IVAX, Recht gegeben.
Das Mittel ist ein Kombinationspräparat, das bei chronischen Erkrankungen der Atemwege eingesetzt wird. Neben Asthma dient es auch der Behandlung von Raucherhusten. Im vergangenen Jahr hat GlaxoSmithKline rund 5 Mrd GBP mit dem Mittel umgesetzt, das in Deutschland unter dem Handelsnamen Viani vertrieben wird. Das waren etwa 18% des Konzernumsatzes.
Das Verfahren vor dem Bundespatentgericht war Teil einer bereits länger laufenden Auseinandersetzung zwischen Glaxo und Generika-Herstellern. Das Glaxo-Patent für das Kombinationspräparat wurde 2004 in Großbritannien und 2009 in Irland für nichtig erklärt. Dennoch sind auf diesen beiden Märkten bislang keine Nachahmermedikamente auf dem Markt.
Glaxo betonte, die Gerichtsentscheidung in Deutschland habe keine Folgen auf die rechtliche Situation in anderen Ländern. Zudem sei Viani durch weitere Patente geschützt, die allerdings 2011 und 2012 auslaufen.
Webseite: www.gsk.com DJG/jhe/brb
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May 20, 2010 05:35 ET (09:35 GMT)
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