
Berlin (BoerseGo.de) - Die Vergütung für OnShore-Windkraftanlagen wird weniger gekürzt als zunächst geplant. Damit kommt die Bundesregierung Forderungen aus den Ländern und der Opposition entgegen. Demnach soll die Subvention im novellierten Erneuerbare-Energien-Gesetz nur um 1,5 statt um 2,0 Prozent jährlich sinken, berichtet die Nachrichtenagentur dpa am Sonntag unter Bezug auf Regierungskreise. Bisher wurde eine Anfangsvergütung von 9,02 Cent pro Kilowattstunde Strom gezahlt, die mit der Neuregelung auf 8,85 Cent sinkt.
Begründet wird die Förderungskürzung für Windkraft an Land damit, dass Windräder günstiger geworden sind. Zudem gibt es für den Austausch alter Anlagen (bis 2001 ans Netz angeschlossen) durch leistungsfähigere (Repowering) einen Bonus.
Die Bundesländer, aber auch SPD und Grüne warnten zuletzt vor einer zu starken Fokussierung auf Offshore-Windkraft, hier soll die Vergütung um zwei Cent auf mindestens 15 Cent pro produzierter Kilowattstunde Strom angehoben werden. Bis 2030 sollen auf See den Zielen der Regierung zufolge Kapazitäten von insgesamt 25.000 Megawatt errichtet werden. An Land laufen derzeit Windräder mit einer Gesamtleistung von 27.200 Megawatt.