
PEKING/FRANKFURT (Dow Jones)--Daimler geht davon aus, dass sich das Premiumsegment im chinesischen Automarkt deutlich besser entwickeln wird als der Gesamtmarkt. Während der Markt insgesamt um 5 Prozent wachsen werde, sei im Premiumbereich mit mindestens 15 Prozent zu rechnen, sagte Daimler-Vorstandsschef Dieter Zetsche am Rande der Pekinger Automesse. Weitere Details nannte er nicht.
Daimler und der chinesische Partner BYD gönnen den Besuchern der Automesse in Peking erstmals einen Blick auf das gemeinsam entwickelte Elektroauto. Ende März hatten die Schwaben und BYD offiziell ihre gemeinsame E-Marke Denza gestartet.
Die ersten strombetriebenen Fahrzeuge, die speziell für den chinesischen Markt konzipiert sind, sollen 2013 vom Band rollen. Die hohe wirtschafliche Dynamik, die zunehmende Urbanisierung und die Förderung durch die Politik machen China zu einem der Länder, dem Experten in Sachen Elektromobilität das größte Wachstumspotenzial vorhersagen.
Nach der Unterzeichnung einer Absichtserklärung im März 2010 wurde Ende Mai des Jahres dann das Gemeinschaftsunternehmen Shenzhen BYD Daimler New Technology offiziell gegründet; der Geschäftsbetrieb wurde nach der behördlichen Genehmigung Anfang vergangenen Jahres aufgenommen. Die Unternehmen, die rund 70 Millionen Euro in das Joint Venture steckten, haben sich auf die Fahnen geschrieben, mit dem Gemeinschaftsunternehmen Vorreiter in Sachen E-Mobility zu werden.
Neben dem Stromer stellt Daimler in Peking die Konzeptstudie des geplanten Kompakt-Coupes vor, mit dem die Stuttgarter im umkämpften Segment stärker Fuß fassen wollen. Künftig soll es fünf kompakte Mercedes-Benz-Modelle geben, die vorrangig im neu eröffneten Werk in Keczkemet in Ungarn vom Band rollen sollen. Bisher waren es nur die A- und die B-Klasse, weshalb der Marktanteil in diesem vergleichsweise schnell wachsenden Segment nur relativ gering ist. Mit der neuen Kompakt-Generation will Mercedes-Benz bis 2020 wieder zum größten und erfolgreichsten Hersteller von Oberklassewagen werden, nachdem in den vergangenen Jahren die beiden Konkurrenten BMW und Audi vorbeigezogen waren.
-Von Andrew Galbraith und Nico Schmidt, Dow Jones Newswires; +49 (0)69 29725 102, unternehmen.de@dowjones.com DJG/DJN/mgo/ncs/kla
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April 23, 2012 05:33 ET (09:33 GMT)
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