
Während das ungarische BIP im ersten Quartal geschrumpft ist, liegt die Inflation bei hohen 6 Prozent, die Arbeitslosigkeit erreichte zuletzt 12 Prozent. Dabei wird die Zahl durch Arbeitsbeschaffungsprogramme noch massiv beschönigt. Doch noch besorgniserregender als die wirtschaftliche Schwäche ist der politische Zustand des Landes. Extremer Populismus der Regierungspartei, massiv zunehmende Fremdenfeindlichkeit und demokratie- und rechtsstaatschädigende Verfassungsänderungen haben das Vertrauen des Auslands in die Zukunft des Landes unterminiert, die anstehende Refinanzierung von Staatschulden in Höhe von 15 Mrd. US-Dollar könnte sich damit zu einer unüberwindbaren Hürde entwickeln. Wie hoch das Misstrauen inzwischen geworden ist, zeigen die Renditen auf ungarische Staatsanleihen, die zuletzt oberhalb von 9 Prozent gelegen haben. Noch dramatischer ist aber eine andere Zahl: Umfragen zufolge plant fast die Hälfte der jungen Ungarn, das Land zu verlassen. Ein noch schlechteres Urteil über die Arbeit der Regierung ist kaum vorstellbar.
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