
Uwe M., Mitglied der rechtsradikalen Gruppe Nationalsozialistischer Untergrund (NSU), sympathisierte offenbar mit der linksradikalen Rote Armee Fraktion (RAF). Nach Informationen des Nachrichtenmagazins "Focus" sagte das ein Jugendfreund von M. beim Bundeskriminalamt aus.
Andreas R. erklärte, M. und er hätten 1989/90 in Jena über die RAF gesprochen. "Damals erzählte mir M., dass es ihm imponiere, wie die Terroristen untergetaucht sind." Tatsächlich hatten die Mitglieder der NSU ihren Alltag im Untergrund ähnlich akribisch organisiert wie die Täter der letzten, der sogenannten "dritten" RAF-Generation. So wie die Mitglieder der NSU hatten auch die RAF-Terroristen Banken überfallen, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten.
Auch der Suizid von M. und seinem Komplizen Uwe B. im November 2011 hat Vorbilder in der RAF-Geschichte.