
Hong Kong (BoerseGo.de) - Der Dauerpessimist Mark Faber hat sich am Freitag auf einem Forum von Hedgefonds-Managern in Hong Kong positiv zum Aktienmarkt geäußert. Einem Bericht von MarketWatch zufolge ist er für chinesische Aktien bullisch gestimmt. Aktien in Shanghai sieht er als überverkauft an.
"Ich denke, dass Aktien in China derzeit ein recht guter Kauf sind. Aktien aus dem Bereich Schiffsbau und Stahl sollte man aber meiden". Kurz- bis mittelfristig sei eine Kurserholung möglich. Von einem Aufbau langfristiger Positionen im Markt warnte er dagegen.
Im aktuellen Umfeld mit negativen Realzinsen gebe es eine Menge Volatilität im Markt. Seiner Meinung nach gibt es zwei Strategien wie man vorgehen kann. Entweder müsse man aggressiv Gelder zwischen den jeweils attraktivsten Anlageklassen hin- und herschieben. Alternativ könne man einen eher passiven Ansatz verfolgen, bei dem das Portfolio in die vier Komponenten Edelmetalle, Aktien, Immobilien und Bargeld aufgeteilt wird.
Faber machte keine Angaben, in welche europäischen Aktienmärkte er sich eingekauft hat. Er äußerte aber, dass er derzeit Aktien der von der Staatsschuldenkrise gebeutelten Länder wie Italien und Spanien als attraktiv bewertet ansieht.
"Ich denke, die Anleger werden am Jahresende auf die europäische Schuldenkrise zurückblicken und sich sagen, dass 2012 eine gute Gelegenheit war, um in den Markt einzusteigen".