
Martin Heidingsfelder rechnet mit Aussitzen des Bundestagspräsidenten - Verständnis für anonyme Anschuldigungen
Osnabrück.- Der Gründer der Internetplattform Vroniplag Wiki, Martin Heidingsfelder, sieht "einige Belege" für ein Plagiat von Bundestagspräsident Norbert Lammert bei dessen Doktorarbeit. In einem Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Donnerstag) sagte er: "Herr Lammert hatte in einigen Fällen nicht wie angegeben die Primärquellen selbst in der Hand, sondern hat die Fehler der Sekundärquellen übernommen. Das ist im Internet gut dokumentiert." Heiningsfelder kandidiert auf den Landeslisten der Piraten für den Bayerischen Landtag und den Bundestag.
Mit einem baldigen Rücktritt Lammerts als Bundestagspräsident rechnet der Plagiatssucher nicht. "Lammert wird die Sache wohl für die Union bis über die Bundestagswahl hinaus aussitzen", sagte er. "Aber es wird sich zeigen, ob er danach noch in derselben Funktion weitermacht." Verständnis äußerte Heidingsfelder dafür, dass die Vorwürfe gegen Lammert anonym vorgebracht werden. "Robert Schmidt war früher selbst bei Vroniplag Wiki aktiv. Whistleblower bedürfen eines gewissen Schutzes, wie die Beispiele Bradley Manning und Gustl Mollath zeigen."
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