
Von Cynthia Koons
Der Schweizer Versicherer Zurich Insurance steht offenbar vor einem Coup in China. Zurich und die internationale Sparte des US-Konzerns Liberty Mutual dürften wohl in dieser Woche endgültige Gebote für die chinesische Sinosafe General Insurance angeben, sagten informierte Personen. Das Geschäft könnte ein Volumen von bis zu 1,7 Milliarden US-Dollar haben.
Wie die Transaktion strukturiert wird, ist derzeit noch unklar. Die in Südchina beheimatete Sinosafe befindet sich in Privatbesitz. Die Produktpalette umfasst die Bereiche Immobilien, über Autoversicherungen und Haftpflichtversicherungen. Die Chancen für Auslandskonzerne, sich in China einen Merheitsanteil an einem Versicherer zu schnappen, sind dünn gesät. Meistens dürfen ausländische Unternehmen nur einen kleinen Anteil an chinesischen Firmen kaufen.
Ausländische Versicherer wollen schon seit langen in China Fuß fassen, denn hier sehen sie dank der wachsenden Mittelschicht Wachstumspotenzial. Bislang haben die Auslandskonzerne am chinesischen Markt im Bereich Nicht-Leben-Versicherungen nur einen geringen Anteil von 1 Prozent. Zum Vergleich: In Hongkong und Singapur lag der Anteil nach Angaben von PricewaterhouseCoopers Ende 2012 bei rund 72 Prozent und 82 Prozent.
Sinosafe steht seit Jahresanfang zum Verkauf und ist der zehntgrößte Allgemeinversicherer in China. Sollten die Interessenten einen Anteil von 51 Prozent kaufen, dann liege der Wert wohl bei 800 bis 850 Millionen Dollar, sagten die Informanten. Bei einem Komplettverkauf dürften es dann wohl zwischen 1,3 bis 1,7 Milliarden Dollar sein. Ob Sinosafe komplett verkauft wird oder nur ein Mehrheitsanteil, darüber werden die chinesische Kartellbehörde und das Management entscheiden.
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August 20, 2013 03:12 ET (07:12 GMT)
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