
Nach dem von Umsatzrückgängen geprägten Jahr 2013 blicken die deutschen Möbelbauer wieder vorsichtig optimistisch in die Zukunft. Insbesondere das Auslandsgeschäft verzeichnet seit Jahresbeginn deutlich steigende Tendenzen, wie die die Fachverbände der Möbelindustrie (VHK) am Donnerstag berichteten.
2013 sank der Umsatz der deutschen Möbelindustrie im Vergleich zum Vorjahr um 3,7 Prozent auf 16,1 Milliarden Euro. Die verschiedenen Segmente der Branche waren unterschiedlich stark betroffen. Die Küchenmöbelindustrie konnte das Vorjahresniveau halten, die Wohnmöbel büßten 6,7 Prozent Umsatz ein.
VHk-Hauptgeschäftsführer Lucas Heumann sieht aber positive Signale für das laufende Jahr. "Der Küchen- und der Polstermöbelsektor weisen nach den Ergebnissen unserer Auftragsstatistik eine positive Tendenz auf", sagte er. So hätten sich die Auftragseingänge 2013 für den Küchenmöbelsektor um 0,2 Prozent gegenüber demjenigen des Vorjahres gesteigert." Die Aufträge aus dem Ausland lägen sogar bei plus vier Prozent. In der Polstermöbelindustrie nahmen die Aufträge im Gesamtjahr 2013 um 0,4 Prozent zu.
Skeptischer werden die Perspektiven des Wohnmöbelsektors beurteilt. Auf das Gesamtjahr 2013 bezogen lägen die Auftragseingänge hier um 9,7 Prozent unter denen des Vorjahres. Das betreffe vor allem Aufträge aus dem Inland (minus 11,1 Prozent). "Gerade konsumige Wohnmöbel stehen unter einem gewaltigen Importdruck gegenüber Wettbewerbern insbesondere aus Polen", sagte Heumann./mb/DP/fn
AXC0221 2014-02-27/15:33