
Die Serie an Rückrufen in der Autoindustrie ebbt nicht ab. Nun holt BMW weltweit knapp 500.000 Autos in die Werkstätten zurück, da die Verschraubung im Motorraum möglicherweise nicht ordnungsgemäß ist.
Wegen dieses Problems waren in China und den USA vor zwei Wochen beziehungsweise am Donnerstag bereits etwa 390.000 Autos zurückgerufen worden, ein Großteil davon im Reich der Mitte. Nun wurde der freiwillige Rückruf auf die ganze Welt ausgedehnt.
Betroffen sind laut einem BMW-Sprecher Wagen, die von September 2009 bis November 2011 produziert worden sind. Unfälle seien nicht bekannt, sagte er.
In den vergangenen Wochen waren zahlreiche Rückrufaktionen bekannt geworden. Beispielsweise beorderte der weltweit größte Autobauer Toyota vor wenigen Tagen insgesamt rund 6,4 Millionen Autos unterschiedlicher Baureihen in die Werkstätten zurück. Bei General Motors waren Probleme mit Zündschlössern Auslöser millionenfacher Rückrufe, die jahrelang verschwiegen wurden, obwohl es sogar Todesfälle gegeben haben soll.
Experten sehen mehrere Gründe für diesen eindeutigen Trend: Aufgrund des großen Wettbewerbs sehen sich die globalen Autobauer gezwungen, immer schneller zahlreiche neue Modelle auf den Markt zu bringen. Dazu müssen die Hersteller auf Gleichteile- und Baukastenstrategien setzten. Ein Teil kann mitunter millionenfach in den verschiedensten Modellen eingesetzt werden. Das spart Kosten, erhöht aber auch das Risiko durch fehlerhafte Teile.
Kontakt zum Autor: nico.schmidt@wsj.com
DJG/ncs/mgo
(END) Dow Jones Newswires
April 11, 2014 07:37 ET (11:37 GMT)
Copyright (c) 2014 Dow Jones & Company, Inc.