
Von Hendrik Varnholt
BMW hat im dritten Quartal abermals mehr Autos besonders lukrativer Modellreihen verkauft - und deshalb operativ deutlich mehr als ein Jahr zuvor verdient. Der Konzernüberschuss ging allerdings unter anderem wegen höherer Steuern leicht zurück. BMW konnte zudem mit der viel beachteten Marge der eigenen Automobilsparte nicht den Wert des Vorquartals erreichen. Der weltgrößte Premium-Hersteller sieht sich gleichwohl unverändert auf dem Weg, seine Ziele für das Gesamtjahr zu erreichen.
Nach Steuern verdiente BMW im dritten Quartal mit 1,31 Milliarden Euro 1,2 Prozent weniger als noch im Vorjahreszeitraum. Der Gewinn des laufenden Geschäfts stieg dagegen deutlich stärker als angenommen: Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) verbesserte sich um 17 Prozent auf 2,26 Milliarden Euro. Die Analysten hatten für die Kennzahl, bei deren Ermittlung der Beitrag des im Finanzergebnis enthaltenen Joint-Venture-Geschäfts in China außen vor bleibt, mit einer Steigerung um nur 4,4 Prozent gerechnet.
Auch der Umsatz stieg stärker als angenommen. BMW erlöste 19,6 Milliarden Euro und damit 4,5 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Pkw-Auslieferungen steigerte das Unternehmen allerdings noch deutlicher um 5,8 Prozent auf 509.669 Fahrzeuge.
Die Profitabilität des Unternehmens verbesserte sich gemessen an der Marge der Automobilsparte zwar im Vergleich zum Vorjahr, nicht aber gegenüber dem besonders hohen Wert des Vorquartals: Die Kennzahl betrug im dritten Quartal 9,4 Prozent. Ein Jahr zuvor hatte BMW sie auf 9,0 Prozent beziffert. Im zweiten Quartal erreichte die Gewinnspanne den herausragenden Wert von 11,7 Prozent.
Für das Gesamtjahr blieb BMW vor dem Hintergrund bei dem Ausblick, nach dem der Konzern eine operative Gewinnspanne des Automobilsegments "im Zielkorridor von 8 bis 10 Prozent" erreichen dürfte. Für den Absatz sagte BMW abermals einen deutlichen Anstieg auf eine neue Bestmarke voraus. Beim Umsatz will der Hersteller unverändert "solide zulegen".
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November 04, 2014 01:49 ET (06:49 GMT)
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