
Nach diesem reinigenden Gewitter muss Papst Franziskus nun Taten folgen lassen. Sonst wird seine Autorität untergraben. Bisher setzte er auf Überzeugung. Das hat aber noch nicht gereicht. Erste Schlüsselpositionen besetzte er bereits im November neu. An der Spitze des obersten Gerichtshofs des Kirchenstaates setzte er beispielsweise einen konservativen US-Kardinal ab. Raymond Leo Burke gehörte wie der Präfekt der Glaubenskongregation, der Deutsche Gerhard Ludwig Müller, zu den fünf Kardinälen, die sich im Vorfeld der Familiensynode gegen Zugeständnisse der Kirche an geschiedene Katholiken ausgesprochen hatten. Auch für Müller dürfte es eng werden.
Die Papst-Rede dürfte auch auf Ergebnisse seiner Reformkommission zurückgehen. Dem Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, kommt dabei als einzigem Europäer in der Gruppe eine Schlüsselrolle zu. Wenn Ämter in Rom neu zu vergeben sind, dürfte er in die engere Wahl fallen. Vielen seiner römischen Kollegen gewährt der Papst aber noch eine kurze Zeit der Bewährung.
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