
Bayreuth (pta033/19.05.2015/15:01) - 7C Solarparken AG
ISIN DE000A11QW68
* NORMALE EINSTRAHLUNGSBEDINGUNGEN IM ERSTEN QUARTAL 2015
* FOKUS AUF DIE UMSETZUNG DER KONZERNSTRATEGIE
* EBITDA STEIGT IM ERSTEN QUARTAL 2015 um 85% IM VERGLEICH ZUM VORJAHR
OPERATIVE GESCHÄFTSTÄTIGKEIT
Trotz etwas erhöhter Temperaturen kann das erste Quartal 2015 als völlig normal
im Hinblick auf die Einstrahlungswerte charakterisiert werden. Auf
konsolidierter Ebene hat die 7C Solarparken Gruppe Strom in Höhe von 10,8 GWh
(Vj. 7,1 GWh) produziert, entsprechend einer Zunahme um 52,5% gegenüber dem
Vorjahreszeitraum. Der wesentliche Grund für diese deutliche Verbesserung lag in
der Ausweitung des Portfolios. Im ersten Quartal 2014 bestand das Portfolio des
Konzerns nur aus der 7C Solarparken NV Gruppe (41 MWp), wogegen im ersten
Quartal 2015 auch die COLEXON Anlagen berücksichtigt wurden.
Darüber hinaus umfasst das Portfolio der 7C Solarparken Gruppe im ersten Quartal
2015 mit 70 MWp auch die jüngsten Investitionen in Pflugdorf (4,4 MWp) und
Stolberg (0,6 MWp). Relativ betrachtet hat unser Portfolio im ersten Quartal
2015 155 kWh/kWp gegenüber 172kWh/kWp im ersten Quartal 2014 erwirtschaftet. Das
erste Vorjahresquartal war durch einen überdurchschnittlich sonnigen Monat März
gekennzeichnet. Angaben des Deutschen Wetterdienstes zu Folge war der März 2014
der drittsonnigste März seit Beginn der Messungen im Jahr 1951. In einem
normalen Jahr entfallen etwa 15% der jährlichen Stromproduktion auf das erste
Quartal.
UMSETZUNG DER UNTERNEHMENSSTRATEGIE
Der Strategieplan für die Geschäftsjahre 2014 bis 2016 basierte auf drei Säulen
mit dem Ziel, einen Cashflow je Aktie (CFPS) von Eur 0,40 bis zum Jahr 2016
unter Bezugnahme eines Grundkapitals von 33,7 Mio. Aktien zu generieren.
Wesentliche Grundsteine waren i) ein Kostensenkungsprogramm in Höhe von Eur 1,9
Mio., ii) eine Effizienzsteigerung des gesamten PV Portfolios um 0,75 %,
hauptsächlich getrieben von den Optimierungsarbeiten in Thierhaupten (5,0 MWp)
und Zernsdorf (1,5 MWp) sowie iii) ein selektives Wachstum mit einem jährlichen
Beitrag zum EBITDA in Höhe von Eur 0,6 Mio. Folgendes ist im ersten Quartal 2015
erreicht worden:
* Die anvisierten Kosteneinsparungen wurden durch die tiefgreifende
Restrukturierung und das Kostenmanagement (Aufwendungen für Miete, IT und
Beratungsdienstleistungen) vollständig erreicht.
* Optimierung: der primäre Fokus lag auf der Verbesserung der technischen
Leistungsfähigkeit unserer zweitgrößten Solaranlage (Thierhaupten, 5,0 MWp)
durch den Austausch von Solarmodulen und der Reduzierung des Mismatching. Die
Arbeiten wurden Ende Januar 2015 erfolgreich abgeschlossen. Auch mit der
Optimierung der Anlage in Zernsdorf (1,5 MWp) wurde begonnen, die Arbeiten
werden voraussichtlich im zweiten Quartal 2015 beendet sein.
* Selektives Wachstum: Zum Jahresende 2014 haben wir die Radeberg Aufdachanlage
mit einer Nennleistung von 858 kWp an einen dänischen Investor veräußert. Der
Verkauf kleinerer Anlagen
(<1 MWp) zum Jahresende an Investoren, die ihre Akquisitionen nach Maßgabe des
dänischen Steuergesetzes tätigen, war schon lange eine Tradition der 100%igen
Tochtergesellschaft 7C Solarparken NV, vorausgesetzt, dass die Veräußerung einen
erheblichen finanziellen Zusatznutzen gebracht hat. Der Erlös aus diesem
Anlagenverkauf wurde in die neu erworbene Freiflächensolaranlage mit einer
Nennleistung von 648 kWp in Stolberg (in der Nähe von Aachen) investiert.
Gleichzeitig gelang es uns, die darum liegenden 9.943 m ^ 2 großen Freiflächen
zu erwerben und damit unser PV Estate Portfolio zu verstärken. Auf den Flächen
befand sich ehemals ein Militärcamp der belgischen Armee in Deutschland.
Weiteres Wachstum wird durch den Kauf der Anlagen Glauchau 1 und 3
(Gesamtleistung 1,5 MWp) im zweiten Quartal 2015 erreicht werden.
WESENTLICHE EREIGNISSE DES ERSTEN QUARTALS 2015
Umfirmierung und Sitzverlegung
Auf der außerordentlichen Hauptversammlung am 12. Dezember 2014 haben die
Aktionäre der Gesellschaft eine Reihe von Beschlüssen gefasst, welche am 28.
Januar 2015 in das Handelsregister eingetragen wurden. Die wichtigsten
Änderungen betrafen die Umfirmierung von der Colexon Energy AG in
die 7C Solarparken AG sowie die Sitzverlegung der Gesellschaft von Hamburg nach
Bayreuth.
Eigene Aktien
Die außerordentliche Hauptversammlung am 12. Dezember 2014 hatte ebenfalls
beschlossen, 2.300.037 eigene Aktien einzuziehen, die vorher von der 7C
Solarparken NV gehalten wurden. Die Einziehung wurde
am 6. Februar 2015 durchgeführt.
Am 12. Februar 2015 verkaufte die Gesellschaft darüber hinaus die restlichen
gehaltenen eigenen Aktien (insgesamt 409.739 Stück) außerbörslich. Seitdem
besitzt die Gesellschaft keine eigenen Aktien mehr.
Unternehmenszusammenschluss 'Anlage Stolberg'
Ebenfalls am 12. Februar 2015 hat die 7C Solarparken AG eine
Freiflächensolaranlage mit einer Nennleistung von 648 kWp in Stolberg (in der
Nähe von Aachen) erworben. Gleichzeitig sind auch die angrenzenden 9.943 m ^ 2
großen Freiflächen gekauft worden. Auf den Flächen befand sich ein ehemaliges
Militärcamp der belgischen Armee in Deutschland. Es handelt sich dabei um einen
Erwerb, der gem. IFRS 3 wie ein "Business Combination" darzustellen ist. Der
Konzern hat bereits eine vorläufige Kaufpreisallokation durchgeführt, die in der
untenstehenden Tabelle dargestellt wird.
Solarpark Stolberg Buchwert bevor Zeitwert
Kaufpreisallokation gem.
Kaufpreisallokation
in TEUR in TEUR
Grundstück 348 295
Sachanlagen 781 866
Finanzverbindlichkeiten -320 -223
Rückstellungen -39
Passive latente Steuer -27
Gesamtes 809 872
identifizierbares
erworbenes
Nettovermögen
Kaufpreis
Cash 808
Gesamtkaufpreis
Badwill -64
Aus der Kaufpreisallokation ergibt sich ein gesamtes identifizierbares
erworbenes Nettovermögen vom TEUR 872, während ein Gesamtkaufpreis i.H.v. TEUR
808 bezahlt wurde; der negative Unterschiedsbetrag i.H.v. TEUR 64 ist im ersten
Quartal 2015 ergebniswirksam zu vereinnahmen. Dieser negative Unterschiedsbetrag
entstand dadurch, dass komplexe Verhältnisse im Erwerb der Anlage vorlagen, die
durch die Übernahme aufgelöst werden konnten.
GESCHÄFTSERBNIS
Die 7C Solarparken AG erwirtschaftete im ersten Quartal 2015 um 85% auf EUR 3,7
Mio. (Vj. EUR 2,0 Mio.) gestiegene Umsatzerlöse, welche nahezu vollständig mit
dem Solarkraftwerksbetrieb generiert wurden. Damit lagen diese deutlich über dem
Vorjahreswert. Die Umsatzerhöhung resultierte aus dem vergrößerten Portfolio
durch den umgekehrten Unternehmenserwerb der Colexon Energy AG. Hierbei nahm das
EBITDA ebenfalls von EUR 1,4 Mio. im ersten Quartal 2014 um 85% auf EUR Mio. 2,6
zu. Im EBITDA des ersten Quartals 2015 war aber ein außerordentlicher Ertrag aus
dem Unternehmenserwerb der Solaranlage Stolberg i.H.v. TEUR 64 enthalten.
Bereinigt um diesen Ertrag nahm die EBITDA-Marge leicht auf 69% im Vergleich zu
71% im ersten Quartal 2014 ab. Dies erklärt sich durch die gute
Einstrahlungslage im ersten Quartal 2014 sowie die höheren Holdingkosten auf
Ebene der Muttergesellschaft. Zum Stichtag 31. März 2015 waren 15 Mitarbeiter im
Unternehmen beschäftigt.
FINANZLAGE
Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalenten betrugen am Ende des ersten
Quartals 2015 EUR 17,4 Mio., was einer Reduzierung um EUR 3,0 Mio. im Vergleich
zum Jahresende 2014 entspricht. Dies lässt sich hauptsächlich durch
Schuldendienstzahlungen in Höhe von EUR 3,1 Mio. erklären. Daneben hat das
Unternehmen zum Quartalsende bereits eine Anzahlung in Höhe von EUR 1,3 Mio. auf
die Solaranlagen in Glauchau getätigt. Der Konzern konnte durch den Verkauf
eigener gehaltener Aktien im ersten Quartal 2015 zusätzliche Erlöse generieren.
Die Finanzverbindlichkeiten beliefen sich zum Quartalsende auf EUR 151,2 Mio. im
Vergleich zu EUR 152,6 Mio. zum Jahresende 2014. Diese leichte Abnahme ist auf
die normale Tilgung der Projektfinanzierungen, die Erhöhung durch die Aufnahme
einer Projektfinanzierung für den Ankauf der Anlage in Stolberg (EUR 0,6 Mio.),
sowie eine Finanzierung für das Grundstück am gleichen Standort (EUR 0,2 Mio.)
zurückführen.
WESENTLICHE EREIGNISSE NACH QUARTALSENDE
Rückkauf einer 1,5 MWp Aufdachanlage in Glauchau
Am 20. März 2015 hat die 7C Solarparken eine 1,1 MWp Aufdachanlage in Glauchau,
Sachsen, erworben. Diese Anlage wurde von der damaligen Colexon Energy AG in den
Jahren 2009 und 2010 installiert. Der Konzern war seitdem mit der Instandhaltung
beauftragt. Am 23. März 2015 wurde eine weitere 0,4 MWp Aufdachanlage erworben.
Die Anlage Glauchau III befindet sich auf dem gleichen Gelände wie die erworbene
1,1 MWp Aufdachanlage Glauchau I, ist jedoch auf einem anderen Hallendach mit
einem separaten Netzanschluss installiert. Am Veröffentlichungsdatum wurde der
Erwerb noch nicht in das Handelsregister eingetragen. Der Vorstand rechnet
damit, dass dies vor dem 30. Juni 2015 erfolgen wird. Der Ankauf dieser Anlagen
stellt ein Unternehmenserwerb gem. IFRS 3 dar. Sie werden voraussichtlich erst
im zweiten Quartal 2015 in den Konsolidierungskreis einbezogen werden.
Ausübung von Optionen im Gegenwert von EUR 0,8 Mio. (MORE TO FOLLOW) Dow Jones NewswiresMay 19, 2015 09:01 ET (13:01 GMT)
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