
Die Autohersteller betonten, Here werde ein unabhängiger, auch für alle anderen Fahrzeugbauer offener Anbieter bleiben. Das Trio hatte sich zu der ungewöhnlichen Allianz entschlossen, um zu verhindern, dass Nokia die Schlüsseltechnologie für Assistenzsysteme, Navigation und autonomes Fahren an die amerikanischen IT- und Internetkonzerne Google oder Apple verkauft und diese dann den Markt beherrschen. Here wird in vier von fünf Neuwagen mit integriertem Navigationssystem genutzt. Der größte Konkurrent ist der niederländische Anbieter TomTom, der mit dem Zulieferer Bosch kooperiert.
Mit den drei Autokonzernen im Rücken will Here nun sein zuletzt kräftiges Wachstum vorantreiben. Der Umsatz von knapp 1 Mrd. Euro im vergangenen Jahr stieg 2015 um 23 %. Nach einem operativen Gewinn von nur 3 % vom Umsatz 2014 ist das Ziel für dieses Jahr eine Rendite von 13 %. Neben der Weiterentwicklung des Angebots von Echtzeit-Kartendaten hat sich Here zum Ziel gesetzt, den Marktzugang in China zu schaffen, dem größten Automarkt der Welt. Gespräche mit der chinesischen Internet-Suchmaschine Baidu und dem Navigationsdienst NavInfo liefen bereits.
Bernecker Redaktion / www.bernecker.info
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