
HILDEN (dpa-AFX) - Der Gendiagnostik- und Biotech-Konzern Qiagen
In den ersten drei Monaten blieb der Umsatz zwar weitgehend stabil bei 298,4 Millionen US-Dollar. Der um Sonderposten bereinigte operative Gewinn fiel aber um 21 Prozent auf 53,4 Millionen Dollar und das bereinigte Nettoergebnis ging um 15 Prozent auf 44 Millionen Dollar zurück. Das waren 0,19 Cent je Aktie. Damit fielen die Zahlen etwas schlechter aus als Analysten erwartet hatten. Qiagen-Papiere gaben am Vormittag um mehr als zweieinhalb Prozent nach.
Preisdruck spürte Qiagen erneut für seinen Test zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs, für den die Umsätze weltweit um 26 Prozent zurückgingen, in den USA sogar um 40 Prozent. Außerdem erhöhten sich die Ausgaben für Vertriebs- und Marketingaktivitäten sowie für die Expansion in Schwellenländer. Andererseits erziele Qiagen Erfolge mit seinem neuen Tuberkulosetest, der mittlerweile 10 Prozent des Umsatzes ausmacht. Auch ein neues Lesegerät zur Gensequenzierung, also zur Analyse umfangreicher Genstrukturen, läuft dem Unternehmen zufolge gut an.
Qiagen befinde sich "auf gutem Wege", die für 2016 gesteckten Ziele zu erreichen und "das Wachstum in den kommenden Jahren weiter zu beschleunigen", hieß es. Entsprechend soll der Umsatz zu konstanten Wechselkursen im Gesamtjahr weiterhin um 6 Prozent zulegen. Das Ergebnis je Aktie soll bei 1,10 bis 1,11 Dollar liegen. Im zweiten Quartal rechnet das Unternehmen mit einem währungsbereinigten Umsatzwachstum von 4 Prozent (erstes Quartal: 2 Prozent), der Gewinn je Aktie soll rund 0,22 Dollar-Cent betragen, ebenfalls ohne den Einfluss von Wechselkursen./nmu/he/men/fbr
ISIN NL0000240000
AXC0120 2016-04-28/10:39