
Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.
COMMERZBANK - Die Commerzbank will bis 2020 in ihrer Firmenkundensparte etwa jede dritte Vollzeitstelle abbauen. Das geht aus einer intern veröffentlichten Aufstellung hervor, die dem Handelsblatt vorliegt. Damit würden die Sparpläne der Bank das Firmenkundengeschäft überproportional treffen, denn in der Privat- und Unternehmerkundensparte wird bislang nur ein Abbau von 7,5 Prozent der Stellen angepeilt. Der durchschnittliche Abbau liegt bei rund 16 Prozent. Die Commerzbank wollte die Angaben nicht kommentieren. (Handelsblatt S. 1/FAZ S. 19)
SAP - Hasso Plattner, Aufsichtsratschef des Software-Konzerns SAP, äußert sich in einem Interview zur Kritik von Investoren am Vergütungssystem: "Für uns war es ein wesentlicher strategischer Schachzug, das Geschäft der SAP in Amerika einzubetten. Drei von acht Vorständen sind dort ansässig, das behalten wir auch bei. Das ist eine für deutsche Firmen ungewöhnliche Konstellation, aber sie hat SAP den Erfolg gebracht. Daher müssen wir aber auch wie ein amerikanisches Unternehmen bezahlen." (Handelsblatt S. 19)
CONTINENTAL - In der Diskussion über die Zukunft des Dieselantriebs setzt der Automobilzulieferer Continental weiter auf den Selbstzünder. "Wir rechnen uns weiterhin gute Geschäfte bei Dieselmotoren aus", sagte Finanzvorstand Wolfgang Schäfer in einem Interview. Ein moderner Selbstzünder sei ein attraktiver Antrieb, der mit heutiger Technik die Abgasvorschriften übererfüllen kann. (Börsen-Zeitung S. 11)
BMW - Der BMW-Konzern will seine Produktionskapazitäten in den kommenden fünf Jahren kräftig erhöhen. Laut interner Planung ist ein Ausbau der Produktion von heute 2,37 Millionen Autos auf drei Millionen Autos geplant, erfuhr das Handelsblatt aus Konzernkreisen. Den größten Sprung will BMW in China machen, wo das Produktionsvolumen auf 600.000 Fahrzeuge verdoppelt werden soll. In Nordamerika und Mexiko soll das Volumen auf bis zu 750.000 Autos erhöht werden, bislang werden hier 410.000 Autos gebaut. Auch die deutschen Werke sollen dank der guten Autokonjunktur mehr produzieren. Die zusätzlichen Kapazitäten sind vor allem für neue Geländewagen vorgesehen. (Handelsblatt S. 1)
VOLKSWAGEN - Andreas Tilp treibt als Anwalt einer großen Zahl von Aktionären die Musterklage gegen Volkswagen voran. Der Vorwurf: Der Konzern habe die Anleger zu spät informiert. Es geht um Schadenersatz in Milliardenhöhe. (SZ S. 18)
VOLKSWAGEN - Vorerst muss der ehemalige VW-Vorstandschef Martin Winterkorn auf einen Millionenbonus verzichten. Der Wolfsburger Autobauer lässt weiter offen, ob er Schadensersatz von ihm fordern wird. (Handelsblatt S. 21)
RWE - Seit Oktober ist Rolf Martin Schmitz Vorstandschef der RWE AG. Jetzt trennt er die Sparten des Konzerns voneinander und baut die zweite Führungsebene um. Aus den Aufsichtsgremien kommt Kritik. (Handelsblatt S. 20)
DÜRR - Derzeit gebe es keine Anzeichen dafür, dass der Weltmarktführer für Lackieranlagen, Dürr ein Übernahmeziel sei, sagte Konzernchef Ralf Dieter in einem Interview. "In Nordamerika läuft es gut, China ist nicht mehr so stark, und Europa läuft gut. Wir sind überall gut aufgestellt inklusive des Servicegeschäfts, das inzwischen eine Milliarde Euro Umsatz macht, also fast so viel wie das gesamte Unternehmen im Jahr 2010. Die Umsatzprognose für 2017 ist 3,4 bis 3,6 Milliarden Euro", sagte Dieter weiter. (Handelsblatt S. 24)
ONECOIN - Zehntausende Anleger haben Millionen in die Internetwährung Onecoin gesteckt. Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft Bielefeld gegen Verantwortliche einer Firma, die dafür die Zahlungen abgewickelt hat. (SZ S. 20)
SINOCHEM - In China soll das mit Abstand größte Chemieunternehmen der Welt entstehen. Derzeit verhandeln Insidern zufolge die beiden Konzerne Sinochem und Chem-China eine Fusion. Gemeinsam kämen sie auf einen Jahresumsatz von etwa 100 Milliarden Dollar - das wäre deutlich mehr als BASF; die Deutschen sind bislang der weltweite Marktführer. Treibende Kraft hinter der Transaktion sei die Regierung in Peking, berichtet die Financial Times. Die Fusion der beiden Staatsunternehmen soll im kommenden Jahr umgesetzt werden. (SZ S. 1)
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May 10, 2017 00:18 ET (04:18 GMT)
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