
Beim Maschinen- und Anlagenbauer IWKA
Die Nachfolgersuche beim MDAX-Konzern
Heins trat sein Amt unter schwierigen Bedingungen an. Er wurde im August 2005 noch vom alten Aufsichtsrat berufen. Dabei hatte die komplette Kapitalseite des Kontrollgremiums nach einem schweren Zerwürfnis mit dem größten IWKA-Aktionär, Guy Wyser-Pratte, im Juli 2005 schon ihren Rücktritt erklärt. Trotzdem installierte sie noch einen neuen Vorstandsvorsitzenden.
Rechnet man Hein hinzu, hat die IWKA in den vergangenen siebzehn Monaten fünf Vorstände verschlissen: Hein, Hans Fahr, Hans Lampert, Gunther Reinhardt und Dieter Schäfer. Der ständige Wechsel in der Führungsetage kommt das Unternehmen teuer zu stehen, denn die Vorstände stehen weiter auf der Gehaltsliste. Der Vertrag von Lampert läuft noch bis Februar 2007, Schäfer wird bis Dezember 2008 bezahlt und Fahr sogar bis Mai 2009. Heins Vertrag habe nach seinen Angaben eine zwölfmonatige Kündigungsfrist, hieß es in dem Bericht.
Die Aussicht, nun schon wieder einen neuen Vorstand zu bekommen, entzweit den Aufsichtsrat. "Ich bin nicht der Meinung, dass Hein gehen muss", sagte Walter Prues, der Konzernbetriebsratsvorsitzende und Mitglied im Aufsichtsrat der Zeitung. "„Aber wenn er geht, dann brauchen wir keinen Nachfolger von außen." Innerhalb der IWKA gebe es aus ausreichende Führungskapazitäten./zb
ISIN DE0006204407
AXC0055 2006-11-19/16:17