
Der deutsche Leitindex DAX
Der Verlauf der verkürzten Woche zwischen den Jahren ist Börsianern zufolge besonders schwer einzuschätzen. "Die meisten Investoren haben sich für dieses Jahr bereits vom Aktienmarkt verabschiedet und je weniger Leute engagiert sind, desto heftiger können die Kurse mit wenig Geld bewegt werden", sagt Marktstratege Frank Schallenberger von der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW). Für das kommende Jahr erwartet der LBBW-Experte, dass der DAX die Marke von 7.000 Zählern überwinden wird.
WEITER AUFWÄRTS BEI GERINGEN UMSÄTZEN
Tendenziell dürfte es an der Börse in den kommenden Tagen eher nach oben gehen. "Zwar dürften die Kurse stärker schwanken, allerdings könnte der DAX durchaus die Marke von 6.600 Punkten überwinden", vermutet Schallenberger. Sollte das Börsenbaromter höher als 6.616 Zähler steigen, wäre dies der höchste Stand seit Februar 2001.
Verhalten optimistisch blickt auch Stefan de Schutter, Marktstratege bei der von der alpha Wertpapierhandelsbank, in die kommende Woche: "Da es kaum Gründe für Gewinnmitnahmen gibt, dürfte es eher leicht hoch gehen." Auch de Schutter wies auf eine Folge der geringen Handelsumsätze in der kommenden Woche hin: "Zufallsbedingte Kursbewegungen werden wohl zunehmen."
'WINDOW DRESSING' - KAUM TERMINE
Möglicherweise könnten sich nach Ansicht von Börsianern
kurspflegende Maßnahmen - das so genannte "Window Dressing" - auf
die Aktien auswirken. Dabei werden Aktien mit einer seit
Jahresanfang überdurchschnittlichen Wertentwicklung wie VW
An Terminen steht zwischen den Jahren nur wenig an. Am Montag, dem ersten Weihnachtsfeiertag, bleiben weltweit die meisten Börsen geschlossen - in Japan und China wird jedoch gehandelt. Am zweiten Weihnachtsfeiertag ist zudem die Börse in New York geöffnet. Am Mittwoch folgen dann auch die anderen wichtigen Börsen. Am Donnerstag kommen aus den USA Daten zum Verbrauchervertrauen und zum Immobilienmarkt. Am Freitag könnte der Chicago Einkaufsmanagerindex das Interesse der am Markt verbliebenen Anleger auf sich ziehen./tw/mw
---Von Till Weber, dpa-AFX
AXC0019 2006-12-24/10:00