
Im Rahmen der Preisverleihung in Berlin zeichnete Bundesinnenminister Dr. Wolfgang Schäuble die Siegergruppe aus und hob ihre Vorbildfunktion hervor: "Die Werte unserer Verfassung leben davon, dass man sich im Alltag aktiv mit ihnen auseinandersetzt. Diesen 'Schuh' haben sich die Schüler und Schülerinnen der Pestalozzi-Förderschule angezogen. Sie haben mit großer Kreativität und Begeisterung gezeigt, welche Bedeutung das Grundgesetz für ihr Leben hat. Dass sie darüber hinaus diese Botschaft in Form eines Theaterstückes an andere Jugendliche weitergeben, finde ich ganz besonders anerkennenswert."
Der zweite Preis ging an Leonie Schulze und Tatjana Daum aus Karlsruhe. Die beiden Schülerinnen hatten eine Jugendzeitschrift zum Geburtstag des Grundgesetzes erstellt, die Gleichaltrige für das Thema zu begeistern versucht und entsprechend aufbereitet ist - auch Horoskop, Rätsel- und Promiseite fehlen nicht. Die Jury überzeugte die inhaltliche wie sprachliche und grafische Qualität der Zeitschrift.
Den dritten Preis vergab die Jury, der neben den Initiatoren unter anderem auch Cem Özdemir, Parteivorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen, der Journalist Juan Moreno (Der Spiegel) und der Autor Raphael Seligmann angehörten, an das Jugendforum aus Hildesheim in Niedersachsen: Elf Jugendliche im Alter von 12 bis 20 Jahren haben in ihrer Freizeit einen Filmbeitrag erarbeitet, der sehr unterhaltsam Nachrichtensendungen, Dokumentationen und Interviews rund um das Grundgesetz verarbeitet. ZDF-Intendant Markus Schächter würdigte den Beitrag mit den Worten: "Um unseren journalistischen Nachwuchs ist mir nicht bange. Hier wurde Kompliziertes einfach erklärt, Abstraktes konkret erlebbar und scheinbar Fernes emotional nah gebracht. Eine tolle Leistung."
Im Rahmen der Preisverleihung, durch die ZDF-Moderatorin Dunja Hayali führte, stellte auch die Berliner Band "LENZ" einen eigens für den Wettbewerb geschriebenen Song vor: "Unser gutes Recht" begeisterte die rund 450 Gäste im Eugen-Gutmann-Haus in Berlin.
Mit bislang rund 100.000 Teilnehmern ist der Victor-Klemperer-Jugendwettbewerb der größte Wettbewerb seiner Art in Deutschland. Das ZDF, das Bündnis für Demokratie und Toleranz, sowie die Dresdner Bank hatten den Wettbewerb im Jahr 2000 als Reaktion auf die steigende Anzahl rechtsmotivierter Straftaten ins Leben gerufen. In diesem Jahr stand er ganz im Zeichen des 60. Jahrestages der Verfassung. Namensgeber des Wettbewerbs ist der Dresdner Romanistik-Professor Victor Klemperer, der in seinen Tagebüchern die eigene Ausgrenzung aus der Gesellschaft während der Zeit des Nationalsozialismus dokumentierte.
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