Der Verband der Chemischen Industrie (VCI) wirft dem Umweltbundesamt vor, die Angst vor dem Plastikweichmacher Bisphenol A zu schüren. "Es gibt aus Sicht des Verbraucherschutzes keinerlei Grund für ein selektives oder andersartiges Verbot", behauptet Michael Lulei, VCI-Experte für Produktsicherheit. Jochen Flasbarth, Präsident des Umweltbundesamts, hatte vergangene Woche empfohlen, Hersteller und Verwender des umstrittenen Stoffes sollten "vorsorglich schon heute alternative Stoffe einsetzen", um Mensch und Umwelt zu schützen. Die Kenntnisse über Risiken sollten reichen, "die Verwendung bestimmter Bisphenol-A-haltiger Produkte aus Vorsorgegründen zu beschränken", sagte Flasbarth. Bisphenol A wird vor allem für Kunststoffbehälter genutzt. Wissenschaftler gehen Hinweisen nach, dass der hormonähnliche Stoff besonders für Kinder und Jugendliche Risiken bergen könnte. Die Industrie wirft Flasbarth dagegen eine "Vorverurteilung" des Stoffs vor. Zum Jahresende würden die Hersteller im Rahmen der europäischen Chemikalienverordnung erneut Daten und Fakten im Stoffsicherheitsbericht vorlegen. Sowohl das Bundesinstitut für Risikobewertung wie auch die in der EU für Lebensmittelsicherheit relevante Behörde EFSA hätten Bisphenol-A-haltige Produkte mehrfach als unbedenklich eingestuft. Die EFSA will den Weichmacher im Juli erneut bewerten.
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