
In der Hamburger Scania-Niederlassung beschäftigt man sich seit längerer Zeit mit der Möglichkeit, den alternativen Treibstoff auch für LKW zu nutzen. Als ideale Lösung bot sich der Autogas-Diesel-Mischbetrieb an. "Vor fast drei Jahren haben wir die erste geprüfte und vom TÜV freigegebene Anlage eingebaut", berichtet der technische Betriebsleiter Gerd Woop. Bis heute sind am Pinkertweg über 150 LKW umgerüstet worden. Die Scania-Niederlassung ist damit federführend in Deutschland.
Im November 2012 hatten die beteiligten Unternehmen mit der Planung der LKW-Autogas-Tankstelle auf dem Scania-Werksgelände begonnen. Ein Jahr später nahm deren Installation unter Federführung von Deutschlands führendem Flüssiggasversorger PROGAS konkrete Formen an. Ein 6.400-Liter fassender Autogasbehälter versorgt nun Nutzfahrzeuge, die zuvor auf Mischbetrieb umgerüstet worden sind, mit dem alternativen Kraftstoff. PROGAS beliefert die Tankstelle mit Autogas, das stets den Anforderungen der Norm DIN EN 589 entspricht. Gemeinsam mit der Tankstellengruppe Staack, Mitglied von Tankpool24, ist der Flüssiggasanbieter gleichberechtigter Betreiber der neuen öffentlichen Anlage, die auch von Pkw-Fahrern genutzt werden kann. Bei den Systemen, die den LPG-Diesel-Mischbetrieb ermöglichen, verlässt sich Scania auf das Unternehmen CHM Trucktec. Mit den Anlagen des Herstellers sind bereits weit über 1.000 Fahrzeuge auf Deutschlands Straßen unterwegs. Die Systeme, die bei Scania zum Einsatz kommen, entsprechen den seit 01. Januar 2013 geltenden EURO-6-Richtlinien.
"Seit vergangenem Jahr gelten auf Deutschlands Straßen einheitliche gesetzliche Bestimmungen für das sogenannte LPG-Diesel-Blending", berichtet Kai Gospodarek, Leiter des Bereichs Autogas bei PROGAS. Zuvor gestattete der Gesetzgeber die Beimischung eines zweiten Kraftstoffs nur in Ausnahmefällen. Gospodarek rechnet nun mit einer steigenden Nachfrage für die neuen Antriebssysteme: "Neben den ökologischen Vorteilen sind es vor allem die wirtschaftlichen Einspareffekte, die das Blending vor allem für Speditionsunternehmen interessant machen." Woop schätzt, dass das Autogas-Diesel-Blending Kostensenkungen von zehn bis zu 25 Prozent ermöglicht, weil ein geschulter Fahrer im Mischantrieb nur rund 20 Liter Diesel auf 100 Kilometern gegenüber circa 29 Litern im reinen Dieselantrieb verbraucht. Die Technologie eröffnet der Logistikbranche somit ein enormes Einsparpotential: Ein schwerer Lkw ist oft 180.000 Kilometer im Jahr unterwegs.
Einen weiterer großer Vorteil liegt in der rückstandslosen Verbrennung des alternativen Kraftstoffs: Autogas hinterlässt keine Ablagerungen. Die Motoren laufen besser, dadurch treten wesentlich weniger Wartungskosten auf. "Kein Treibstoff verbrennt so sauber wie Gas, sauberer geht es nicht", betont Thorsten Wittern von der Tankstellengruppe Staack. Die Umweltverträglichkeit hat Autogas für ihn interessant gemacht. Als Mitglied von Tankpool24 agiert das Unternehmen in einem europaweiten Zusammenschluss von 19 Mineralölhändlern. "Da wir bei alternativen Kraftstoffen so flächendeckend und flexibel sind, wie kein anderer Anbieter, ist das Thema LPG-Diesel-Blending für uns natürlich besonders interessant." Hinzu kommt, dass Tankpool24 fast ausschließlich Tankautomaten für Nutzfahrzeuge betreibt.
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