Hagen (ots) - Jetzt ist er also eingetreten. Der Ernstfall, den jeder Mensch so weit wie möglich von sich wegschieben will. Oder, wie es Altpräses Nikolaus Schneider so treffend formuliert hat, der Moment, in dem aus akademischer Theologie gelebter Glaube wird. Schon einmal wurde Schneiders so sicher gewähntes Glaubensfundament in seinen Festen erschüttert. Damals, als seine 22 Jahre alte Tochter an Leukämie starb. Schneider haderte. Er haderte mit seinem Gott, und er machte dies auch sehr bewusst öffentlich. Nun geht es um seine vielleicht tödlich erkrankte Frau, und abermals sieht sich der sonst so aufrechte und überzeugende Glaubensmann in einer Rolle, wie sie einst Hiob auferlegt worden ist. Schneider ringt mit sich und mit seinem Glauben. Er schreit förmlich seine Liebe hinaus, und es ist ein Flehen um Hilfe. Er will der Glaubensvorgabe folgen und spürt dennoch seine abgrundtiefe, seine menschliche Schwäche. Er will nicht zaudern und nicht verzweifeln, aber er erkennt genau diese Gefahr. Er wird, wenn er sich durch die Umstände und die Bitte seiner Frau dazu gezwungen fühlt, das intime Gebot der Liebe über den Kanon der Amtskirche stellen. Er wird damit schicksalhaft zu einem aufrichtigen Nachfolger Martin Luthers: "Hier stehe ich. Ich kann nicht anders. Gott helfe mir! Amen."
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