Bielefeld (ots) - Niemand weiß, welche Gegenleistung für die Freilassung einer deutschen Geisel in Syrien vor acht Wochen fällig war. Sicher scheint, dass es ein hoher Betrag aus Steuergeldern gewesen ist. Ja, unser Land ist erpressbar und bleibt es auch. Das gilt solange deutsche Regierungen beim Tod einer Geisel einen gewaltigen Sturm der Entrüstung fürchten müssten. Ministerrücktritte und Vorwürfe der Verantwortungslosigkeit wären noch das Mindeste. Mehr noch. Es soll etwa 20 deutsche Geiseln weltweit in der Hand von Terroristen und Verbrechern geben. Was würde aus ihnen, wenn Deutschland knallhart jede Zahlung ausschlösse? Manchmal ist Schweigen besser. Deshalb ist es legitim, dass der gestern öffentlich gewordene Entführungsfall zunächst diskret abgewickelt wurde. Die Krisenprofis im Auswärtigen Amt brauchen eine gewisse Grauzone und einen Verhandlungsspielraum, um das Bestmögliche für das Opfer herauszuholen. Dennoch ist und bleibt es bitter, an Entführer zahlen zu müssen im Wissen, dass sie damit Waffen kaufen und weiter auf Menschenjagd gehen werden.
OTS: Westfalen-Blatt newsroom: http://www.presseportal.de/pm/66306 newsroom via RSS: http://www.presseportal.de/rss/pm_66306.rss2
Pressekontakt: Westfalen-Blatt Nachrichtenleiter Andreas Kolesch Telefon: 0521 - 585261
Sie erhalten auf FinanzNachrichten.de kostenlose Realtime-Aktienkurse von und .
Werbehinweise: Die Billigung des Basisprospekts durch die BaFin ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.
Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen,
bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend zu informieren, insbesondere über die potenziellen
Risiken und Chancen des Wertpapiers. Sie sind im Begriff, ein Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu
verstehen sein kann.