
Immerhin hatten AfD-Ratsleute in Duisburg offen für eine NPD-Frau im Kulturausschuss gestimmt. Gleichwohl läuft ein Parteiausschlussverfahren nur gegen einen Ratsherren. Der andere, so rechtfertigt sich Pretzell, habe sich ja für sein Fehlverhalten entschuldigt.
Selbstverständlich kann man diesen Standpunkt einnehmen. Ob er allerdings klug ist, darf bezweifelt werden. Denn auch in zwei weiteren Kommunalparlamenten soll es Absprachen zwischen AfD und Pro NRW gegeben haben. Angesichts solcher Vorkommnisse wären klare personelle Konsequenzen angezeigt, um Rechtspopulismus-Vorwürfen entgegenzutreten. Wie hat es Pretzell selbst formuliert? "Jedes AfD-Mitglied ist verpflichtet, das Ansehen der Partei zu wahren." Er wird sich an seinen Worten messen lassen müssen.
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