Düsseldorf (ots) - Zunächst klingt es befremdlich, dass der Staat ausgewählte Studenten unterstützt, weil sie einer Religion angehören - schließlich sind Staat und Kirche hierzulande qua Verfassung getrennt. Dass die Regierung diese Praxis auch auf Muslime ausweitet, ist hingegen nur konsequent. Seit Jahren stört sich niemand daran, dass katholische, evangelische und jüdische Studenten Geld vom Forschungsministerium für ihre Begabtenstipendien bekommen. Was die Förderwerke Cusanus, Villigst und Ernst-Ludwig Ehrlich anbieten, vervollständigt das Avicenna-Werk nun lediglich. Warum sollten also nicht auch muslimische Studenten - übrigens in großer Mehrheit deutsche Staatsbürger - ein staatlich finanziertes Stipendium bekommen? Kritiker von Avicenna warnen als Antwort auf diese Frage vor möglichen Islamisten, die in ihrem religiösen Wahn auch noch vom Staat unterstützt würden. Wer das meint, müsste aber auch vor den anderen religiös ausgerichteten Werken warnen. Doch das wäre absurd. Wichtiger ist, dass die Studienwerke den kritischen Umgang mit ihrer Religion suchen und neben den Finanzen auch die Persönlichkeit der Stipendiaten fördern. Und Bildung ist schließlich noch der beste Schutz vor Fanatismus.
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