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dpa-AFX
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Eurozone: Unternehmensstimmung fällt überraschend auf Jahrestief

Neuer Rückschlag für die Konjunktur im angeschlagenen Euroraum: Die Stimmung in den Unternehmen ist im November überraschend auf den tiefsten Stand seit über einem Jahr zurückgefallen. Wie das Forschungsinstitut Markit am Donnerstag mitteilte, rutschte der von ihm erhobene Einkaufsmanagerindex um 0,7 Punkte auf 51,4 Zähler. Dies ist der niedrigste Wert seit Juli 2013. Bankvolkswirte hatten hingegen einen Zuwachs auf 52,3 Punkte erwartet. Vor allem in der größten Euro-Volkswirtschaft Deutschland trübte sich die Stimmung in den Unternehmen spürbar ein. Der Euro fiel nach den Daten auf ein Tagestief.

"Mit dem Rückgang des Stimmungsindikators auf ein 16-Monatstief steigt das Risiko, dass die Eurozone wieder schrumpft", warnte Markit-Chefökonom Chris Williamson. "Die miserablen Umfragedaten werden jedenfalls den Druck auf die EZB erhöhen, mehr für die Ankurbelung der Wirtschaft zu unternehmen, noch bevor sich die Effektivität der bereits eingeleiteten Initiativen erwiesen hat."

ÜBERRASCHENDER RÜCKSCHLAG IN DEUTSCHLAND

In Deutschland trübte sich sich die Stimmung in der Industrie spürbar ein. Hier fiel die Indikator überraschend bis auf die Expansionsschwelle von 50 Punkten. Nur Werte oberhalb der Marke deuten auf Wachstum hin. Allerdings habe vor allem der Bereich Dienstleistungen an Dynamik verloren, hieß es in einer Einschätzung von Markit. Die Forscher erklären den Rückschlag damit, dass die Unternehmen unter einer wirtschaftlichen Unsicherheit und einer gesunkenen Nachfrage aus dem In- und Ausland leiden.

Trotz des Dämpfers in Deutschland hinkt Frankreich dem Nachbarland nach wie vor hinterher. In der zweitgrößten Euro-Volkswirtschaft trübte sich die Stimmung in der Industrie ebenfalls überraschend weiter ein. Immerhin zeigte sich ein leichter Hoffnungsschimmer im französischen Dienstleistungsgewerbe, wo sich die Stimmung etwas stärker als erwartet aufhellte.

Die Daten im Überblick:

Region/Index    November  Prognose    Vormonat

EURORAUM
Gesamt                 51,4         52,3           52,1
Verarb. Gew.          50,4         50,8           50,6
Dienste                 51,3         52,4           52,3

DEUTSCHLAND
Verarb. Gew.          50,0          51,5           51,4
Dienste                 52,1          54,5           54,4

FRANKREICH
Verarb. Gew.          47,6          48,8           48,5
Dienste                 48,8          48,5           48,3

(Angaben in Punkten)

/jkr/bgf

AXC0086 2014-11-20/10:39

© 2014 dpa-AFX
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