Cottbus (ots) - In den Ländern sind die Grünen eine Macht, im Bund nur eine Möchte-gern-Partei. Das Delegiertentreffen in Hamburg sollte diese Sinnkrise endgültig beenden. Doch die dafür nötige Grundsatzdebatte über den künftigen Kurs ist weitgehend ausgeblieben. Die Grünen haben beschlossen, ihren unseligen Ruf als Verbotspartei abgeschüttelt zu haben und ansonsten große Mengen an Harmoniesoße über ihre internen Konflikte gekippt. Aber das ist eben noch keine Strategie für die nächste Bundestagswahl. Zweifellos resultiert dieses Manko auch aus den Unwägbarkeiten beim Spitzenpersonal. Weder beim linken noch beim Realo-Flügel glaubt man ernsthaft, dass Simone Peter und Cem Özdemir ein weiteres Mal als Führungsduo in Betracht kommen. Zu sehr haben sich die beiden zerstritten. Zu orientierungslos wirkt dadurch auch die gesamte Partei. Ersatz ist aber noch nicht in Sicht. So bleibt auch die programmatische Ausrichtung einstweilen im Vagen. Nachdem Jürgen Trittin zum Spitzenkandidat bestimmt worden war, trimmte der seine Partei auf einen stramm linken Kurs. Mehr Soziales, höhere Steuern, starke Umverteilung. Das war letztlich der grüne Wahlverlierer. Auch weil SPD und Linke so etwas viel besser können. So richtig eingestanden haben sich das die Grünen aber bis heute nicht. Im Kern geht es darum, wie viel Trittin in der Bundespartei künftig noch stecken soll - und wie viel Kretschmann. Der baden-württembergische Ministerpräsident hat bewiesen, dass die Grünen es mit einer betont wirtschaftsfreundlichen Strategie auf ein sattes zweistelliges Wahlergebnis bringen können.
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