
Von Rhiannon Hoyle
Bergbaukonzern BHP Billiton hat in seinem ersten Geschäftshalbjahr einen Gewinneinbruch von 47 Prozent verzeichnet. Ursächlich sei der drastische Rückgang der Rohstoffpreise gewesen, sagte das Unternehmen, das nach eigener Aussage dem Preisverfall mit verschärften Kostensenkungen begegnet.
BHP, gemessen am Marktwert der weltgrößte Bergbaukonzern, meldete für die im Dezember beendete Berichtsperiode ein Nettoergebnis von 4,27 Milliarden US-Dollar. Im vergleichbaren Vorjahreszeitraum hatte das Unternehmen 8,11 Milliarden Dollar verdient. Sechs vom Wall Street Journal befragte Analysten hatten allerdings im Schnitt ein noch schlechteres Ergebnis von 3,59 Milliarden Dollar erwartet.
Das Unternehmen berichtete ferner, dass zahlungsunwirksame Aufwendungen von 938 Millionen im Zusammenhang mit einigen Ölfeldern im Norden Louisianas angefallen seien, die das Ergebnis geschmälert hätten. Gleichwohl erhöhte BHP die Zwischendividende um 5 Prozent auf 0,62 US-Dollar.
Die Preise der beiden für BHP wichtigsten Rohstoffe, Eisenerz und Öl, haben sich im vergangenen halben Jahr halbiert. In früheren Zeiten trug Eisenerz die Hälfte zum Ergebnis des Konzerns bei.
Das Angebot übersteigt die Nachfrage, weil in Zeiten boomender Preise neue Projekte geplant und in Angriff genommen wurden, die ausgerechnet zu einer Zeit ihre Förderung aufnehmen, in der die chinesische Wirtschaft schwächelt und Zweifel am weltweiten Wirtschaftswachstum herrschen.
BHP überarbeitet seine Strategie mit dem Ziel, sich auf die Förderung von Eisenerz, Kupfer, Kokskohle und Öl zu konzentrieren. Dagegen sollen Nickelgruben und Aluminiumschmelzen bis Mitte des Jahres in eine eigenständige Gesellschaft namens South32 ausgegliedert werden.
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February 23, 2015 16:58 ET (21:58 GMT)
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