
Nein, das wird jetzt keine Sonntagspredigt. Davon haben wir genug gehört. Wir brauchen Erste-Hilfe-Taten: Die EU muss das Seenotrettungsprogramm Mare Nostrum, das Italien aus Kostengründen beendet hat, sofort wieder aufnehmen, und zwar verbunden mit einer umfangreichen finanziellen Aufstockung. Mehr Schiffe und eine bessere Satellitenüberwachung sind nötig, um die Flüchtlinge von den gefährlichen Seelenverkäufern zu retten. Übrigens: Die EU ist keine anonyme Masse; entscheidend sind in Brüssel die Regierungschefs. Also auch und vor allem die Christdemokratin Angela Merkel. Wir müssen mehr Kapazitäten in eine Informationsoffensive vor Ort, also in Afrika, stecken. Nur das Wissen, dass die Überfahrt gefährlich ist und in Europa nicht das gelobte Land wartet, kann helfen, Menschen davon abzuhalten, ihr Leben einem Schleuser anzuvertrauen.
Wir sind nicht in der Lage, Afrika zu befrieden und alle Glaubenskriege zu schlichten. Aber: Wir können diese Menschen doch nicht einfach ersaufen lassen.
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