Bielefeld (ots) - Jeder Vierte fällt bei Jobverlust direkt in die Grundsicherung: Für einen Sozialstaat wie Deutschland ist diese Zahl alarmierend. Sie zeigt, wie schwer es viele Menschen haben, auf dem Arbeitsmarkt Tritt zu fassen. Nicht wenige hangeln sich von Minijob zu Minijob - den finanziellen Abgrund stets vor Augen. Die Forderung der Grünen nach einer Reform klingt verlockend. Nach vier Monaten Arbeit zwei Monate volle Unterstützung aus der Gemeinschaftskasse: So wird das soziale Netz dichter. Doch diese Rechnung geht nicht auf. Erstens: Die Reform nützt nur Besserverdienern, die ein so hohes Arbeitslosengeld erhalten, dass sie ihren Lebenunterhalt selbst bestreiten können. Geringverdiener würden weiterhin fast leer ausgehen. Zweitens: Die Kosten sind so hoch, dass entweder langjährig Versicherte schlechter gestellt oder die Beitragssätze erhöht werden müssten. Das eine ist ungerecht, das andere macht Arbeit in Deutschland im internationalen Vergleich nur teurer. Nein, nicht Alimente, sondern Arbeit muss das Ziel sein. Deshalb ist der Vorstoß aus dem Arbeitsministerium zu begrüßen, ehemaligen Hartz-IV-Empfängern auch nach Jobantritt zu helfen. Denn die beste soziale Sicherung besteht darin, gar nicht erst wieder arbeitslos zu werden.
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