Bielefeld (ots) - Früher wurde Demenz als »Tüdeligkeit« abgetan. Heute sind wir schlauer. Demenz ist eine Krankheit, die Betroffene und Angehörige fordert und Beachtung finden muss. Ein Gesetz zur Verbesserung des Umgangs mit Erkrankten war längst überfällig. Zwei Vorgängerregierungen hatten sich bereits daran versucht. Allein deshalb gebührt Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) nun Applaus. Und doch sind Zweifel an der Bezahlbarkeit erlaubt. In Deutschland sind derzeit 1,5 Millionen Menschen an Demenz erkrankt. Ihre Zahl wird steigen. Hauptgrund dafür ist, dass unsere Gesellschaft immer älter wird. Laut Wissenschaftlern wird sich binnen 50 Jahren die Zahl aller Pflegebedürftigen in Deutschland verdoppeln. Dazu bedarf es Geld - vor allem in Zukunft. Gröhes geplanter Pflegevorsorgefonds ist nur ein schwaches Finanzpolster. Auch weil der Umgang mit Reserven in den Sozialversicherungen hierzulande so eine Sache ist. Wir erinnern uns: Statt die vollen Rentenkassen zu schützen, hat die Regierung lieber die Mütterrente daraus finanziert. Dank Überschüssen im Gesundheitsfonds gibt es nun die Praxisgebühr nicht mehr. Da fällt es schwer zu glauben, dass nicht auch die Pflegereserve irgendwann geplündert wird.
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