Hagen (ots) - Das kommt also dabei heraus, wenn man das Leben von Kindern komplett verschulen will und Bildung als das Absitzen von Lehrplänen begreift. Die Jungen und Mädchen haben keine Zeit mehr, in den Sportverein zu gehen, sie können nachmittags nicht mehr im Kinderchor singen oder in der Musikschule Klavier lernen oder bei der Jugendfeuerwehr mitmachen. Der aktuelle Sportbericht ist ja nur die Spitze eines Eisberges. Alle Einrichtungen der Jugendförderung kritisieren, dass die Einführung von Ganztagsschulen und G8-Gymnasien Kindern die Zeit für außerschulische Aktivitäten raubt. Was die 50-Stunden-Lernwoche für das Sozialleben der Jugendlichen bedeuten mag, will man sich erst gar nicht vorstellen. Die Konsequenzen müssen allemal die Kinder tragen, deren Gesundheit, Psyche, musische und soziale Kompetenz dem Abgott Leistung geopfert wird. Aber die Folgen fallen natürlich unmittelbar auf die Gesellschaft zurück. Denn Sport und Musik, Singen und Toben, Ehrenamt und Engagement trainieren nicht nur Ausdauer und Hirnleistung. Dabei werden auch die Spielregeln für ein gemeinschaftliches Miteinander ausprobiert. Statt Teamspielern züchtet man jetzt Einzelkämpfer mit Computer-Genickstarre. Das kann nicht gut gehen. Die Schulpolitik ist immer wieder davor gewarnt worden, den Bildungsbegriff auf das Pauken zu verengen. Das hat nichts genutzt. Trotzdem wird sie zurückrudern müssen. Denn zur Erziehung gehört unbedingt ein gewisses Maß an Freiheit, in dem Kinder ihren Horizont erweitern, ihre Talente entdecken und neue Freunde kennenlernen können. Und zwar als Wert für sich und nicht mit dem Schielen, ob das Engagement später für den Lebenslauf nützlich ist.
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