Bielefeld (ots) - Der russische Präsident macht es wie sein Amtskollege in der Türkei. Den Kampf gegen den »Islamischen Staat« (IS) betreibt er in erster Linie aus Eigeninteresse. Erdogan will die Kurden schwächen und Putin den syrischen Diktator an der Macht halten. Natürlich verdient dieses Vorgehen Kritik, aber der Westen kann sich seine vermeintlichen Mitstreiter im Anti-IS-Kampf eben nicht aussuchen - wegen der militärischen Schwäche Europas und eines zaudernden US-Präsidenten. Russland ist wieder da, wo es sein Präsident sieht und haben will: auf der Bühne der Weltpolitik und als Faktor im Mittleren Osten. Für Wladimir Putin ist Russland nicht bloß ein Staat wie jeder andere. Der starke Mann im Kreml beherrscht in seiner Wahrnehmung ein Imperium. Dass Russland und die USA auf syrischem Boden in einen direkten Konflikt geraten könnten, scheint für Putin kein unbedingt zu vermeidendes Szenario zu sein. Wichtig ist ihm auch, dass der Respekt vor der »Regionalmacht Russland« (Zitat Barack Obama) zurückkehrt. Doch das Risiko in Syrien ist groß, denn mit seinem Militäreinsatz für Assad macht Putin Russland zur Zielscheibe sunnitischer Islamisten. Wenn es in Moskau zu Terroranschlägen kommen sollte, trüge der Präsident dafür die Verantwortung.
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