Düsseldorf (ots) - Ja, die Energiekonzerne haben die Energiewende verpennt. RWE hat dabei noch etwas tiefer geschlafen als Eon. Aber es gibt mildernde Umstände. Kaum eine Branche war je so sehr Spielball der Politik: Erst wird die Atomenergie vom deutschen Staat massiv unterstützt, dann leitet Ex-Kanzler Schröder den Atomausstieg ein. Nachfolgerin Merkel organisiert 2010 faktisch den Wiedereinstieg, um 2011 doch wieder den Ausstieg zu wollen. Auch bei ihrer Aufgabe, ein sicheres Endlager zu finden, hat die Politik bis heute versagt. Sie hat also Mitschuld an der desolaten Lage der Atomkonzerne. Deshalb muss der Staat einen Teil der Spätfolgen schultern. Jenseits der Moral gibt es auch einen pragmatischen Grund, RWE und Eon jetzt nicht ertrinken zu lassen. Beiden geht es schlecht. Neue Risiken in unkalkulierbarer Höhe über die vereinbarten Atom-Abwicklungs-Milliarden hinaus könnten sie ruinieren. Die Atomkraft abwickeln und zusätzlich zwei Energieriesen - das wäre zu viel auf einmal. So kritikwürdig beide Konzerne auch sind: Wahrscheinlich gelingt die Energiewende mit Eon und RWE besser als ohne.
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