Düsseldorf (ots) - Für VW-Chef Matthias Müller war es eine Gratwanderung: Auf der einen Seite wollte er mit hinreichender Zerknirschtheit Vertrauen zurückgewinnen. Auf der anderen Seite wollte er Kunden und Aktionären, die mit Klagen in den Startlöchern liegen, keine Munition liefern. Und so brachte das öffentliche Großreinemachen in Wolfsburg gestern nur Symbolik: Müller kündigte den Verkauf eines Flugzeugs aus der Firmenflotte an (und man wundert sich, warum es solche Relikte der Deutschland AG überhaupt noch gibt). Müller gibt als Devise aus: "Wir brauchen mehr Silicon Valley." Der verbale Schuss soll Aufbruch signalisieren, tatsächlich geht er nach hinten los. Will VW in Silicon Valley etwa lernen, wie man Software manipuliert, damit es nicht mehr auffliegt? Wohl kaum. So wie ein Büro im Silicon Valley den Energiekonzern RWE nicht retten wird, so ist das Tal auch für VW eine leere Chiffre. VW braucht nicht mehr Silicon Valley. VW braucht etwas ganz Altmodisches: die Rückkehr zum ehrbaren Kaufmann. Nur so kann der Konzern wieder so solide-langweilig werden, wie ihn seine Kunden lieben.
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